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Datenübertragung Schnellere Datenübertragung mit 100 Gigabit pro Sekunde möglich

| Redakteur: Katharina Juschkat

Kupferkabel sollen es möglich machen: Kabelhersteller Leoni zeigt, dass Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gbit/s bei der industriellen Datenübertragung durch Kupferkabel realisiert werden können. Das wies das Unternehmen im Zuge eines Forschungsprojekts des BMWi nach.

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Der Nachweis einer Übertragung von 100 Gbit/s über symmetrische Kupferkabel mit mindestens 30 Metern Länge bedeutet einen großen Technologiesprung.
Der Nachweis einer Übertragung von 100 Gbit/s über symmetrische Kupferkabel mit mindestens 30 Metern Länge bedeutet einen großen Technologiesprung.
(Leoni AG)

Leoni, Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien, hat nachgewiesen, dass Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gbit/s bei der industriellen Datenübertragung durch Kupferkabel realistisch sind. Als Partner in einem vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Forschungsprojekt konnte das Unternehmen nachweisen, dass ein Technologiesprung möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

4-paarige symmetrische Kupferverkabelungssysteme ermöglichen 100 Gbit/s

Die Trends Big Data, Cloud Computing, Industrie 4.0 und das Internet der Dinge verändern die Produktions- und Dienstleistungslandschaft. Die Umsetzung dieser Technologien und Konzepte auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft kann dem Standort Deutschland langfristig Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Leoni konnte aufzeigen, dass Datenraten von 100 Gbit/s über 4-paarige symmetrische Kupferverkabelungssysteme nicht nur technologisch realisierbar, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft sind.
Leoni konnte aufzeigen, dass Datenraten von 100 Gbit/s über 4-paarige symmetrische Kupferverkabelungssysteme nicht nur technologisch realisierbar, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft sind.
(Bild: Leoni AG)

Dabei erfordern die wachsende Bedeutung des Internets und die steigenden Datenmengen in Rechenzentren und Speichernetzwerken neue Übertragungstechnologien. Derzeit ist ein Datentransport von maximal 10 Gbit/s über 100 m Kupferdatenkabel möglich. Eine Steigerung auf zunächst 25 Gbit/s bzw. 40 Gbit/s über 30 m Kupferdatenkabel ist Bestandteil eines internationalen Normierungsprojektes. Der Geschäftsbereich Datacom von Leoni konnte zusammen mit seinen Partnern nunmehr aufzeigen, dass Datenraten von 100 Gbit/s über 4-paarige symmetrische Kupferverkabelungssysteme nicht nur technologisch realisierbar, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft sind.

Grundlage für informationstechnische Infrastruktur

Der theoretische und praktische Nachweis einer Übertragung von 100 Gbit/s über symmetrische Kupferkabel mit mindestens 30 m Länge bedeutet einen großen Technologiesprung – und schafft eine entscheidende Grundlage für die künftige informationstechnische Infrastruktur. Das Unternehmen entwickelte im Rahmen des Forschungsprojekts Datenkabelmodelle zur Einbindung in das 100 Gbit/s-Übertragungssystem. Die in dem Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sind Basis für die Entwicklung neuer Kabeltechnik und Lösungen für die nächsten Generationen von Ethernet-Komponenten.

An dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten und auf rund zwei Jahre angelegten Projekt wirkten neben Leoni auch Harting Electronics und die Hochschule Reutlingen mit Prof. Dr. Albrecht Oehler mit. Die Harting Technologiegruppe ist Spezialist für Steckverbindertechnik und Vernetzungslösungen im Industrie- und Automatisierungsumfeld. Die Hochschule Reutlingen ist eine wichtige Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik und Informationssysteme und verfügt über viele Erfahrungen.

Die Unterstützung des Verbundprojekts durch eine entsprechende Fördermaßnahme des Bundes sichert den Transfer der Forschungsergebnisse in die beteiligten Unternehmen. Das Vorhaben dient zugleich der Vorbereitung eines neuen Normierungsprojektes auf nationaler und internationaler Ebene.

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