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Sensorik

Sensoren sorgen für sichere Ernte

| Redakteur: Katharina Juschkat

In einem Mähdrescher oder Traktor herrscht oft schlechte Sicht, bei der Ernte kann der Fahrer unebenen Boden oder Wildtiere kaum erkennen. Um dennoch sicher zu ernten, soll jetzt ein System aus Sensoren helfen, den Überblick zu behalten.

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Bei der Ernte kann der Fahrer unebenen Boden oder Wildtiere kaum erkennen. Dem soll jetzt ein Sensorsystem Abhilfe verschaffen.
Bei der Ernte kann der Fahrer unebenen Boden oder Wildtiere kaum erkennen. Dem soll jetzt ein Sensorsystem Abhilfe verschaffen.
( Bild: Claas )

Traktoren und Mähdrescher arbeiten oft in schwierigem Gelände: Erntegut wie Raps und Mais wächst unterschiedlich dicht, der Boden ist mal matschig und mal steinig und oft verdecken die Pflanzen die Sicht auf mögliche Hindernisse. Damit die Erntemaschinen trotz solcher Bedingungen sicher ernten können, hat die Universität Bielefeld und der Agartechnikhersteller Claas ein System zur Umfelderkennung entwickelt.

Intelligentes Sensornetzwerk wertet Daten direkt aus

Die Fahrer von Erntemaschinen können den Raum um die Maschinen oft nur eingeschränkt einsehen. Die Pflanzen erschweren die Sicht, außerdem begrenzt die Maschine selbst den Überblick – ein Mähdrescher ist mitunter so lang wie Lastwagen. „Wir mussten also ein System entwickeln, das dafür sorgt, dass Kollisionen zum Beispiel mit Wildtieren vermieden werden“, sagt der Wissenschaftler Dr. Thorsten Jungeblut.

Von Juli 2014 bis Oktober 2017 entwickelte die Forschungsgruppe gemeinsam mit Claas das intelligente Sensornetzwerk zur elektronischen Umfelderkennung für Landmaschinen. Die Wissenschaftler der Universität Bielefeld steuerten dafür auch die Algorithmen bei, die die Sensordaten auswerten. „Die Sensordaten werden zusammengeführt und ausgewertet, so dass die Maschine das Umfeld eigenständig bewerten und sich an veränderte Bedingungen anpassen kann“, berichtet Jungeblut. „Hinzu kommt, dass das System über verschiedene Maschinen hinweg funktioniert. So kann zum Beispiel die Steuerung im Mähdrescher einen Traktor vor drohenden Hindernissen warnen.“

„Mit dem System können die Maschinen ihren Betrieb an die Bedingungen des Feldes anpassen, sowohl an die Beschaffenheit als auch den Bestand mit Erntegut“, erklärt Jungeblut. Er koordiniert das Projekt zusammen mit Dr. Boris Kettelhoit von Claas. Die Kooperation wurde als Innovationsprojekt des Technologie-Netzwerks it's OWL gefördert.

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