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S3EC Sercos/EtherCAT-Bridge Sercos-Slave und EtherCAT-Master in einem Gerät

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Zwei verbreitete und leistungsfähige Echtzeit-Protokolle sind Ethercat und Sercos. Eine Kopplung der beiden Protokolle ist über die S3EC Sercos/Ethercat-Bridge von Cannon-Automata möglich. Diese Baugruppe agiert an beiden Bussen jeweils als Slave-Device und ermöglicht so die Übertragung von Echtzeitdaten zwischen Steuerungen mit Ethercat- oder Sercos-Master.

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S3ECm Sercos/EtherCAT-Bridge.
S3ECm Sercos/EtherCAT-Bridge.
(Bild: Cannon-Automata)

Die S3ECm-Variante der Baugruppe ermöglicht die direkte Kommunikation von Steuerungen mit integriertem Sercos-Master mit Ethercat-Slaves. Der Ethercat-Master ist Bestandteil der S3ECm-Baugruppe und übernimmt ausschließlich den Datenaustausch zwischen den beiden Bussen.

Ethercat-Master übernimmt Datenaustausch

Daraus resultiert, dass die Auswahl der für die jeweilige Applikation einsetzbaren Automatisierungskomponenten zunimmt. Ein breites Portfolio an Antrieben, I/Os und anderen Standard-Komponenten steht zur Verfügung. Spezialisierte Komponenten wie Sonderantriebe, Messgeräte oder applikationsspezifische I/Os lassen sich auch dann nutzen, wenn sie nur eines der beiden Protokolle unterstützen. Da nur eine Steuerung mit Sercos-Master notwendig ist, reduziert sich auch der Projektierungsaufwand.

Die S3ECm-Baugruppe fügt sich als I/O-Gerät (FSP-IO Profil) in den Sercos-Bus ein und wird über eine Gerätebeschreibungsdatei (SDDML-File) im Engineeringtool projektiert. Anzahl und Eigenschaften der angeschlossenen Ethercat-Slaves sind in einem Konfigurationsfile (ENI-File) beschrieben, das von einem Engineeringtool aus den Gerätebeschreibungen der Slaves (ESI-Files) erzeugt wird. Das ENI-File kann dann entweder direkt vom Sercos-Master über UCC oder über den zusätzlich zu den beiden Bus-Interfaces vorhandenen Ethernet-Port per TFTP auf die Baugruppe übertragen werden.

Bidirektionale Übertragung der Echtzeitdaten

Die bidirektionale Übertragung der Echtzeitdaten zwischen Sercos-Master und Ethercat-Slaves erfolgt konsistent und synchron. Dabei beträgt die kürzeste Zykluszeit der Baugruppe am Sercos-Bus 250 μs; auch für Highspeed-Anwendungen ist das mehr als ausreichend. Der Hochlauf des Ethercat-Busses bis zum Echtzeitbetrieb erfolgt automatisch nach dem Einschalten, lässt sich bei Bedarf aber auch über die Steuerungsapplikation kontrollieren. Dem Sercos-Master stehen umfangreiche Diagnose- und Statusinformationen der Ethercat-Seite als Bestandteil der Echtzeitdaten zur Verfügung.

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