Kommunikation per Industrial-Ethernet So lassen sich die Vorteile von Profinet im Drehgeber nutzen
Viele Projektierer und Konstrukteure von Maschinen und Anlagen sind mit Profibus in ihren Anlagen zufrieden. Warum also zu einem neuen System wechseln solange das alte noch geliefert und supported wird? Weil das Ethernet-basierende Kommunikationsprotokoll Profinet einfach mehr bietet.
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Oftmals erfüllt Profibus alle Anforderungen bezüglich Funktionalität und Geschwindigkeit, was die meisten Maschinen- und Anlagenbauer durchaus zufrieden stellt. Denn die Startschwierigkeiten mit der Installation von Buskabeln, Adressvergabe und Busterminierung sowie der Diagnose eines Profibus-Systems sind längst überwunden. Warum also dennoch zum Ethernet-basierenden Profinet wechseln? Weil es mehr bietet als die bekannten Schlagworte wie „durchgängige Kommunikation“, „Kompatibilität mit der Office-Welt“ oder „Verwendung offener weltweiter Standardprotokolle“.
Mit M12-Steckern Installationsfehler vermeiden
So fällt bei den Drehgebern aus dem Hause TWK Elektronik als Erstes auf, dass die Kabel-Verschraubungen M12-Steckern gewichen sind. So können beidseitig gleiche, vorkonfektionierte Leitungen (Patch-Kabel) verwendet und Installationsfehler, besonders bei der Schirmanbindung, vermieden werden.
DIP-Schalter zum Einstellen von Adresse oder Abschlusswiderständen wie bei Profibus üblich oder Drehschalter zur Einstellung einer IP-Adresse sucht man vergebens. Für jedes Gerät wird bei der Projektierung ein Name festgelegt, der im Flash abgelegt wird. Die IP-Adresse wird automatisch vergeben. Wurde bei der Projektierung die Topologie des Netzes festgelegt, wird der Name bei einem Gerätetausch auch wieder in das Austauschgerät geschrieben. Dadurch müssen weder Speicherkarten oder Set-Stecker gewechselt noch muss mit dem Programmiergerät eingegriffen werden. Ein Schreckensszenario, dass zukünftig IT-Personal die Installation vornehmen muss, lässt sich so widerlegen.
Keine Einschränkungen mehr mit Profinet
Beschränkungen, die bei Profibus zu beachten waren, wie die eingeschränkte Anzahl der Teilnehmer, Repeater, Stichleitungslängen, verschiedene Leitungslängen und Baudraten, gehören mit Profinet der Vergangenheit an. Alle Topologien sind jetzt möglich. Die maximale Entfernung zwischen zwei Teilnehmern beträgt 100 m bei einer fixen Baudrate von 100 MBit/s. Die Profinet-Drehgeber von TWK unterstützen außerdem das Medienredundanz-Protokoll, so dass der Aufbau eines redundanten Rings mit einer einzigen Rückleitung zum Master möglich ist.
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