Sicherheitstechnik

So schützen Mehrstrahl-Lichtschranken die Bediener in Bearbeitungszentren

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Sicherheits-Sensorik im Zusammenspiel

Aufgrund der Bedienprozesse an der Maschine kommen zwei M4000 Standard A/P zum Einsatz, deren Schutzfelder sich in einem mittigen Bereich vor der Maschine überlappen. „Wir konnten dies so realisieren, weil die Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken über eine Strahlkodierung verfügen, die eine genaue Zuordnung der umgelenkten Senderstrahlen zum richtigen System gewährleistet und so eine gegenseitige Beeinflussung vermeidet.“, sagt Thorsten Gienger.

Im Zusammenspiel mit zwei sicheren Kamerasystemen V300 Workstation Extended unterteilen sie den Bedienbereich in eine linke und eine rechte Hälfte – in der Mitte getrennt durch eine zusätzliche Sicherheitszone.

„Auf diese Weise ist es möglich, dass ein Maschinenbediener auch im laufenden Betrieb an die Maschine herankommt, aber nicht an deren aktuell aktiven Gefahrenbereich, in dem der Werkzeugkopf gerade arbeitet und er dessen Fahrweg zu nahe kommen würde“, beschreibt René Begoihn das nicht alltägliche Absicherungskonzept von Elumatec. „Und geschieht es doch einmal, dass eine Person von vorne in den aktiven Gefahrenbereich der Maschine eintritt, schaltet die Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranke den Bearbeitungsprozess innerhalb von weniger als 10 Millisekunden ab.“

Einfache Installation und Inbetriebnahme der Sicherheits-Lichtschranken

Begeistert ist man bei Elumatec von der einfachen Installation und Inbetriebnahme der M4000 Standard A/P. Die einfache mechanische Montage über die Nuten an den drei Gehäuseseiten, die optionale Laserausrichthilfe, die standardisierte M12-Anschlusstechnik, die bewährten Systemschnittstellen, die rundum einsehbare 7-Segment-LED als Status- und Diagnoseanzeige sowie die Möglichkeit der Konfiguration direkt am Gerät gewährleisten eine Installation und Inbetriebnahme ohne Probleme und Überraschungen.

Höchst verfügbare Sicherheit – auch durch doppelten Dejustage-Schutz

Der Aufstellungsort von Stabbearbeitungszentren wie auch die Bedien- und Entnahmeprozesse bringen es mit sich, dass sich im Umfeld z.B. Staplerfahrzeuge bewegen oder sich die Handhabung der Stabprofile nicht ganz einfach gestaltet. Damit weder leichte Kollisionen mit Fahrzeugen noch ungewollter Kontakt der Profile mit der Sicherheitssensorik zu einer Dejustage der Komponenten führt, ist das Sender-/Empfängergehäuse in einer robusten Gerätesäule von Sick montiert.

Die passive Umlenkeinheit ist – weil direkt am seitlichen Schutzzaun angebracht – ebenfalls zuverlässig geschützt. Durch diesen doppelten Stoß- und Dejustageschutz wird eine jederzeit sichere Überwachungsfunktion gewährleistet und das Risiko von Stillstandzeiten auf ein Minimum reduziert. Im Betrieb überzeugen die M4000 Standard A/P durch ihre hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Selbst vom teilweise rauen Betriebsumfeld, in dem sich kurzzeitig Bohröl-Sprühnebel oder Späne in der Luft befinden können, lassen sich die Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken nicht beeinflussen.

Mit dem M4000 Standard A/P bietet Elumatec seinen Kunden ein industriebewährtes, prozess- und umfeldgerechtes sowie wirtschaftliches Sicherheitskonzept, das eine ergonomische und produktive Stabbearbeitung ermöglicht. Aus diesen Gründen gehören Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken von Sick wohl auch künftig zur Standardausrüstung von Elumatec-Anlagen.

* Michael Pfister, Produktmanager Light Beam Systems in der Division Industrial Safety Systems, Sick, Waldkirch; Rolf Kribl, Key Account Manager Commercial Goods, Sick, Düsseldorf

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