Sicherheitstechnik So schützen Mehrstrahl-Lichtschranken die Bediener in Bearbeitungszentren

Autor / Redakteur: Michael Pfister, Rolf Kribl / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Hohe Prozessflexibilität, geringer Installationsaufwand und Sicherheit auf höchstem Schutzniveau zeichnen die Sicherheits-Mehrstrahl-Lichtschranken von Sick aus. Eingesetzt in den Stabbearbeitungszentren von Elumatec überwachen zwei Systeme den Zugang zum Bedienbereich der Maschine. Die barrierefreie Absicherung gewährleistet zudem das bearbeitungsgerechte und ergonomische Handling von langen Stabprofilen.

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Stabbearbeitungszentren von Elumatec, z.B. der Baureihe SBZ 131, sind in der Lage, mehrere Meter lange Profile von bis zu drei Seiten vollautomatisch zu bohren und zu fräsen.
Stabbearbeitungszentren von Elumatec, z.B. der Baureihe SBZ 131, sind in der Lage, mehrere Meter lange Profile von bis zu drei Seiten vollautomatisch zu bohren und zu fräsen.
(Bilder: Sick)

Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken der Produktfamilie M4000 von Sick sind berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen mit zwei oder mehr Lichtstrahlen. Sowohl die Systeme mit getrennten Sender- und Empfängereinheiten als auch die sogenannten A/P-Versionen mit einem aktiven Sender-/Empfängergehäuse und einer passiven Umlenkeinheit erfüllen die Sicherheitskategorie 4 bzw. Performance Level (PL) „e“ nach ISO 13849-1 und SILCL3 nach EN 62061. Eingesetzt werden Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken zur vertikalen Zugangsabsicherung an Maschinen, bei denen Personen sporadisch im Rahmen der Wartung, zur Fehlerbehebung oder – wie bei den Stabbearbeitungszentren von Elumatec – regelmäßig zur Bedienung in eine Maschine eingreifen oder sich ihr nähern müssen.

Da sich die Bearbeitungseinheit vollautomatisch und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 m/s bewegt, stellt die Maschine über ihre gesamte Breite für Personen im Umfeld ein Gefahrenrisiko dar. Dieses ist nach Durchführen einer entsprechenden Risikobeurteilung mit einem Schutzsystem der höchsten Sicherheitskategorie abzusichern. Für den Fall, dass eine Personen von außen in den Gefahrenbereich des Stabbearbeitungszentrum eintritt, muss die gefahrbringende Bewegung der Maschine sofort gestoppt werden.

M4000: Bedienung wird weder eingeschränkt noch behindert

Bei der Suche nach einer geeigneten Absicherungslösung schieden ein Schutzzaun oder andere mechanisch trennende Schutzeinrichtungen aus, da sie die Bedienbarkeit und Arbeitsergonomie massiv behindern würden. Um im laufenden Betrieb den Zugang rund um die gesamte Maschine abzusichern, entscheid sich Elumatec für zwei Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken M4000 Standard A/P von Sick.

„Jedes System ist zweistrahlig aufgebaut und besteht auf jeder Arbeitsseite aus einer aktiven Sender-/Empfängersäule und einer passiven Umlenkeinheit“, erklärt Thorsten Gienger von der Mechanikkonstruktion bei Elumatec. „Durch die Wahl der Aktiv/Passiv-Variante des M4000-Standard konnten wir den Verdrahtungs- und Installationsaufwand reduzieren. Die Reichweite von bis zu 7,5 m, die das System bietet, reicht für die Absicherung der Stabbearbeitungszentren vollkommen aus.“

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