3D-Sensortechnologie & Cloud So verbessert das Zusammenspiel von Sensorik und Datenwolke den Produktionsalltag
Viele Messebesucher sahen im Frühjahr in Hannover zum ersten Mal ihrem digitalen Abbild in die Augen. Sie konnten so auf dem Messestand von Pepperl+Fuchs unmittelbar und hautnah erleben, was Industrie 4.0 bedeutet.
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Beispielhaft demonstrierte das Mannheimer Unternehmen Pepperl+Fuchs mit seinem Exponat Connected Customization im Rahmen seines Solutions Park die Möglichkeiten eines intelligenten Multi-Sensor-Systems in Echtzeit. Dahinter steht die Interaktion zwischen Sensor-Technologie, Datenwolke und Produktion in Losgröße 1.
Produktion in Losgröße 1 unmittelbar erleben
Der Messebesucher wurde von sechs 2D-LiDAR-Sensoren der Baureihe R2000 von Kopf bis Fuß dreidimensional gescannt. Die exakt aufeinander kalibrierten, präzisen Geräte liefern dabei enorme Datenmengen. Die daraus erzeugten Konturdaten stehen in einem Standard-Datenformat in der NeoNeon-Cloud von Neoception, einer Tochtergesellschaft von Pepperl+Fuchs, weltweit zur Weiterverarbeitung bereit. Auf der Messe wurden sie in eine Grafik umgewandelt und auf die Titelseite eines personalisierten Messemagazins gedruckt, können aber auch als Grundlage für die Herstellung eines 3D-Abbildes überall auf der Welt dienen. So erlebten die Besucher aus nächster Nähe, was Produktion in Losgröße 1 bedeutet.
Demonstrator veranschaulicht Praxiszweck
Was heißt das für die Praxis? „Connected Customization ist interessant für die Bereitstellung von Daten für verteilte Produktionen mit hohen Anforderungen an die Flexibilität – Stichwort Losgröße 1 – die 3D-Erfassung für Qualitätssicherung oder auch für Positionieraufgaben, zählt Benedikt Rauscher, Leiter für globale IoT- und Industrie-4.0-Projekte bei Pepperl+Fuchs auf. Er hebt das Besondere an dieser Lösung hervor: multisensorisches Generieren von 3D-Daten, cloudbasierte Bereitstellung von Fertigungsdaten und Nutzung eines standardisierten Datenformates.
Beim Übergang zwischen Industrie-4.0-Produktionsschritten müssten Daten so bereitgestellt werden, dass Systeme herstellerübergreifend und ortsunabhängig darauf zugreifen können. Benedikt Rauscher: „Mit Connected Customization zeigen wir die Fusion von Daten aus mehreren Sensoren in ein Standardformat sowie die Vernetzung von Produktionseinheiten.“
Sensorik
Meilenstein der Automation: Vom Näherungsschalter zu Industrie 4.0
Intelligente Multi-Sensor-Systeme mit Scan-Technologie von Pepperl+Fuchs sind nicht nur in der Lage, große Bauteile und ganze Räume zu erfassen, sondern können kleine und große Objekte, Maschinen sowie Menschen präzise scannen und erfassen.
Die Anwendung demonstriert demnach wie sich Kundenwünsche und -anforderungen flexibel und individuell in der Produktion realisieren lassen. Weltweit verfügbare Daten erlauben es außerdem, die Effizienz und Auslastung von Produktionsanlagen zu optimieren. Und: Es zeigt einleuchtend, wie leicht sich heute schon bestehende Maschinen und Anlagen für Industrie 4.0 ertüchtigen lassen.
Sensor
Wie Sensoren funktionieren und wo sie eingesetzt werden
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