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So vereinfachen neue Sicherheitssysteme die Maschinensicherheit

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Nützliche Option: Fluchtentriegelung

Ebenfalls zum System gehört eine optional erhältliche Fluchtentriegelung. Wenn eine Anlage begehbar ist, lautet eine Forderung der Maschinenrichtlinie, dass eine Person, die versehentlich in der Maschine eingeschlossen wurde, sich selbst befreien können muss. Hier bietet sich die die Fluchtentriegelung an. Selbst bei geschlossener Zuhaltung der MGB kann man sich mit dem innen liegenden Modul im Handumdrehen befreien. Falls die Maschine läuft, wird diese natürlich bei Betätigen des Griffs sofort abgeschaltet.

Zur Ergänzung ist auch noch ein Bedienmodul für die MGB erhältlich, welches dem Anwender erlaubt, zusätzliche Funktionen wie Taster, Schlüsselschalter, Wahlschalter oder auch Anzeigeelemente nach Bedarf einzuplanen. So lassen sich Funktionen, die bisher in separaten Bedienfeldern untergebracht waren, in das flexible MGB-Konzept integrieren.

Die bisher beschriebenen Funktionen machen deutlich, dass es rund um die Schutztür viele unterschiedliche Aufgaben für ein intelligentes Bedienkonzept gibt. Neben den reinen sicherheitstechnischen Anforderungen werden vermehrt auch Bedienfunktionen verlangt. Dieser Ansatz erspart ergänzende Schaltkästen und deren Verdrahtung. Schon in der Standardausführung des MGB-Systems wird diesem Umstand Rechnung getragen: Hier wachsen Sicherheit und Bedienung zusammen.

MGB-Profinet – viel Funktion bei wenig Aufwand

Durch die Verwendung der MGB mit Busanschluss stellt sich die Frage des Verdrahtungsaufwands überhaupt nicht mehr: Aus Leitungen werden Datenpakete und aus Kabelbäumen werden Busstecker. So gibt es bei der Profinet-Ausführung für alle Signale definierte Ein- und Ausgangsbits, die via Bus zwischen MGB und Steuerung übertragen werden. Alle Funktionen, die nicht sicherheitstechnisch ausgewertet werden, sind dabei im Standardprotokoll von Profinet übertragbar.

Alle sicherheitstechnischen Funktionen benötigen dagegen ein entsprechendes Protokoll, welches eine wesentlich höhere Datensicherheit bietet. Hier kommt Profisafe zum Einsatz. Das heißt, Sicherheitsinformationen werden mit dem integrierten Profisafe-Protokoll an die Steuerung übergeben. Umfangreiche Diagnosemeldungen in Form von Profinet-Meldungen ermöglichen zudem eine schnelle und zielgerichtete Problembehebung, die vor allem in der Inbetriebnahme-Phase einer Maschine wichtig sind.

Als Anschluss kommen in der Profinet MGB die Stecker nach AIDA, der Automatisierungsinitiative Deutscher Automobilhersteller oder optional Rundsteckverbinder M12, zum Einsatz. Um die Verkabelung des Bussystems zu vereinfachen, ist auch ein 2-fach Switch integriert, der es erlaubt das Profinet RT Protokoll zu switchen und so eine einfachere Leitungsverlegung ermöglicht. Auch zur Spannungsversorgung sind zwei Stecker integriert, so dass nachfolgende Gerät nicht sternförmig vom Schaltschrank aus angefahren werden müssen.

SPS IPC Drives: Halle7, Stand 440

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