Safety So vereinfachen neue Sicherheitssysteme die Maschinensicherheit

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Maschinensicherheit und Automatisierung wachsen zusehends zusammen und Bustechnologien wie Profinet verbreiten sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Euchner, Spezialist für Sicherheitsbauteile, reagiert mit seinen modularen Sicherheitssystemen auf diese Veränderung.

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Ein Bedienmodul ergänzt das Sicherheitssystem, mit dem sich zusätzliche Funktionen wie Taster, Schlüsselschalter, Wahlschalter oder auch Anzeigeelemente nach Bedarf einplanen lassen.
Ein Bedienmodul ergänzt das Sicherheitssystem, mit dem sich zusätzliche Funktionen wie Taster, Schlüsselschalter, Wahlschalter oder auch Anzeigeelemente nach Bedarf einplanen lassen.
(Euchner)

Bussysteme sind seit langem bekannt in der Automatisierung. In Deutschland ist Profibus am weitesten verbreitet. Dafür gibt es seit etlichen Jahren die unterschiedlichsten Endgeräte auf dem Markt und man findet für nahezu jede Aufgabe ein passendes Gerät. Für Profinet hat Euchner seit längeren das Sicherheitssystem MGB-PN auf dem Markt gebracht. Es dient zur Absicherung von Schutztüren mit integriertem Profinet und Profisafe. Darüber hinaus übernimmt die MGB-PN auch zahlreiche andere Aufgabenstellung rund um die Schutztür.

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Sichert fast alle Schutztüren ab

Kern des neuen Systems ist das von Euchner bereits vor zwei Jahren präsentierte Sicherheitssystem Multifunctional Gate Box (MGB). Es ist modular aufgebaut und vereint Sicherheitsschalter, Zuhaltung und Riegelsystem in einer kompakten Kombination. Zentraler Baustein ist das Auswertemodul. In Kombination mit einem Griffmodul und einer optionalen Fluchtentriegelung, sichert das MGB nahezu jede Schutztür ab. Bereits das Auswertemodul gibt es mit integrierten Bedientasten und Anzeigeleuchten, beispielsweise zur Stoppanforderung und Quittierung. Damit wird das Sicherheitssystem zum kleinen Bedienfeld.

Erhältlich ist das Auswertemodul als Zuhaltung oder Verriegelung. Das bedeutet, dass entweder die Schutztür bei laufender Maschine zugehalten wird, oder aber beim Öffnen der Tür die Maschine in einen sicheren Zustand geht, also stoppt. Das Gehäuse außen ist aus einem hochwertigen Kunststoff. Alle Teile, die größere Kräfte abfangen müssen, sind aus Metall. Selbst ein Zuschlagen der Tür kann dem besonders stabilen Modul nichts anhaben.

Griffmodul mit Sperreinsatz

Auch das passende Griffmodul enthält Funktionen, die an einer Schutztür notwendig sind. Neben dem eigentlichen Türgriff ist hier ein ausklappbarer sowie ein ausfahrbarer Sperreinsatz mit eingebaut. Damit wird der Türgriff in der Offen-Position fixiert und die Tür lässt sich nicht mehr schließen. Die beiden Sperreinsätze sind mit mehreren Bügelschlössern abschließbar. Wenn ein Bediener in die Anlage muss, kann er so verhindern, dass eine andere Person die Tür schließt und die Anlage in Betrieb setzt.

Vielfach steht bei der Planung einer Maschine oder Anlage noch nicht fest, ob die Schutztür rechts oder links angeschlagen ist. Für MGB kein Problem. Das Griffmodul lässt sich nämlich schnell und einfach in der Drehrichtung umstellen. Das Auswertemodul wird einfach umgedreht. Das vereinfacht die Lagerhaltung und vermeidet Fehlplanungen.

Normen werden einfach erfüllt

Im Griffmodul sind mehrere Transponder eingebaut -- eine sicherheitstechnische Lösung, die sich seit langem in den CES-Baureihen von Euchner bewährt hat. Diese erlauben den Einsatz der MGB, gleich in welcher Ausführung, bis zum PL e ohne Einschränkungen. Die Forderungen der EN ISO 13849-1 werden somit also sehr einfach erfüllt. Aber auch alle Anforderungen aus der EN 1088 erfüllt diese Technik voll und ganz. Dort wird zum Beispiel gefordert, dass ein einfaches Umgehen einer sicherheitstechnischen Einrichtung nicht möglich sein darf. Durch die Codierung der Griffmodule gibt es keine Möglichkeit, die Schutzeinrichtung zu überlisten.

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