Personalentwicklung So werden Sie eine selbstwirksame Person im Job
Um eine attraktive Arbeitskraft zu bleiben, müssen wir zum Selbstentwickler werden. Wir sollten lernen neue Herausforderungen beherzt anzupacken und somit eine selbstwirksame Person zu werden.
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Menschen sind verschieden. Diese Erfahrung sammeln wir täglich - beruflich und privat. So registrieren wir zum Beispiel immer wieder, dass manche Männer und Frauen, wenn sie vor neuen Herausforderungen stehen, sofort denken und oft auch sagen: „Das kann ich nicht“. Entsprechend zögerlich gehen sie, wenn überhaupt, die Herausforderung an. Was auch die Erfolgswahrscheinlichkeit schmälert.
Andere Menschen hingegen denken bei derselben Herausforderung vielleicht zunächst auch: „Oh Schreck, was kommt da auf mich zu?“. Doch dann gewinnt in ihnen die Überzeugung überhand: „Irgendwie schaffe ich das schon. Schließlich habe ich schon andere Herausforderungen gemeistert.“ Entsprechend zuversichtlich gehen sie die Aufgabe an. Und meist gelingt es ihnen auch, diese zu meistern - auch weil sie nach dem ersten Fehlversuch nicht sogleich die Flinte ins Korn werfen, sonder noch einen zweiten, dritten und gar vierten Versuch wagen.
Auffallend ist: Wie selbstbewusst und zuversichtlich Menschen neue Aufgaben angehen, hat oft wenig mit ihren realen Fähigkeiten zu tun. Immer wieder registriert man zum Beispiel in Unternehmen, dass Arbeitnehmer, die aufgrund ihrer Biografie eigentlich für das Lösen gewisser Aufgaben prädestiniert wären, der Mut verlässt, wenn sie mit ihnen konfrontiert werden. Andere hingegen, von den man als Beobachter denkt „Der muss noch viel lernen“, gehen selbstbewusst und beherzt ans Werk. Das zeigt: Wie wir auf Herausforderungen reagieren, wird weitgehenden von unseren Überzeugungen bestimmt - beziehungsweise unserer subjektiven Gewissheit „Irgendwie kann ich die Aufgabe schon lösen. Auch wenn ich jetzt noch nicht weiß wie.“ Der kanadische Psychologe und Lerntheoretiker Albert Bandura war auch überzeugt: Neben der Motivation beruhen auch die Emotionen und Handlungen, mit denen Menschen auf neue und schwierige Anforderungssituationen reagieren, „mehr auf dem, was sie glauben, als auf objektiven Tatsachen“.
Menschen sind auf Erfolg oder Misserfolg programmiert
Bandura prägte vor ca. 30 Jahren den Begriff der Selbstwirksamkeitserwartung (engl. perceived self-efficacy). Er bezeichnet in der Psychologie den Grad der Gewissheit einer Person, dass sie aufgrund ihrer Kompetenz gewisse Aufgaben erfolgreich lösen kann - sei es alleine oder mit (selbst organisierter) Unterstützung. Diese Erwartungshaltung ist bei den Menschen verschieden stark ausgeprägt - nicht nur aufgrund ihrer realen Kompetenz. Während manche Menschen, bildhaft gesprochen, eher auf Erfolg programmiert sind, sind andere eher auf Misserfolg programmiert. Entsprechend verarbeiten sie auch Rückschläge. Eine sehr selbstwirksame Person denk nach einem Fehlversuch zum Beispiel: „Dass es nicht klappte, lag nicht an meiner Kompetenz, sondern daran, dass die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Oder: „...daran, dass ich hiermit noch wenig Erfahrung hatte. Also lass‘ mich einen zweiten Versuch wagen und das durch den Misserfolg gelernte Wissen direkt umsetzen.“ Sie reflektiert also zwar durchaus ihr Tun. Der Fehlversuch ist für sie aber kein Anlass, grundsätzlich an sich und ihrer Kompetenz zu zweifeln.
Anders reagiert eine eher wenig selbstwirksame Person. Sie denkt nach einem Fehlversuch zum Beispiel: „Ich habe doch gleich gewusst, dass ich das nicht kann und daran wird sich auch nichts ändern.“ Also startet sie keinen zweiten Versuch. Oder sie startet ihn nur widerwillig - zum Beispiel, weil sie von ihrem Chef dazu „verdonnert“ wurde. Entsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Scheiterns. Und dieses Scheitern wirkt sich wiederum negativ auf die Erwartung aus, mit der die Person künftig ähnliche Herausforderungen angeht.
Eigeninitiative und -verantwortung sind gefragt
Im Kontakt mit Menschen kann man immer wieder konstatieren: Selbstwirksame Personen haben nicht nur sporadisch, sondern meist Erfolg. Den weil sie in ihre Kompetenz vertrauen, gehen sie schwierige Aufgaben deutlich beherzter an als Personen, die an sich und ihrem Können zweifeln. Doch nicht nur dies. Sie zeigen auch eine höhere Ausdauer und Frustrationstoleranz beim Umgang mit Rückschlägen, was wiederum die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht. Und der Erfolg steigert wiederum ihr Selbstvertrauen, so dass sie stets schwierige und komplexere Aufgaben in Angriff nehmen. Denn aufgrund ihrer Erfahrungen in der Vergangenheit wissen sie: „Irgendwie schaffe ich das - selbst wenn ich im Moment noch nicht weiß wie.“
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