Steuerungs- und überwachungsanlagen

Spezialschiffe brauchen individuelle Automatisierungskonzepte mit ausgereiften Komponenten

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Höchste Präzision in allen sicherheitsrelevanten Prozessen

Von PCs und Touch-Monitoren auf der Brücke, im Lade-Kontrollraum oder im Maschinenkontrollraum können die Alarmierungen eingesehen und auf die Steuerung zugegriffen werden. Im Maschinenraum protokolliert ein Drucker die Messdaten. Er druckt Warnungen, aktuelle Betriebszustände oder deren Änderung aus. Zusätzlich zum Alarm-Monitoring zeigt ein Lichtruf-System (SLP) die nach SOLAS (Safety of Life at Sea) geforderten Signale optisch und akustisch im Maschinenraum an.

Die verschiedenen Steuersysteme — wie Valve-Remote-Control-System, Tankinhaltsmessanlage und Kränkungsausgleichsregelung — arbeiten autark. Jedes System wird von einer hochverfügbaren redundanten SPS (S7-400H) gesteuert, unterstützt von einer Vielzahl an Profibus-DP-Kopplern in Linientopologie. Je nach Schiffstyp und -größe nehmen die I/O-Module mehr als 1000 Betriebsdaten (Zustände, Messwerte und Füllstände) auf.

Um die Kränkung (Schräglage) eines Schiffes zu bestimmen, messen präzise Neigungssensoren auf zwei Achsen das Niveau und zeigen es über ein Leuchtband an. Ist die Kränkung zu stark, wird zum Ausgleich Wasser in kurzer Zeit umgepumpt. Reversible Propeller- oder Kreiselpumpen mit entsprechenden Ventilen pumpen das Wasser automatisch in die ausgewählte Richtung. Auf diese Weise gleicht die Steuerung eine Schräglage des Schiffes während des Ladevorgangs aus.

Nahezu alle Systeme zur Schiffsautomation realisiert Marine Technik auf der I/O-Ebene mit typgeprüften Komponenten von Wago, wie dem Profibus-DP-Koppler (750-333) und einer Vielzahl an I/O-Busklemmen für den Ex-i- und Non-Ex-i-Bereich. Da sie bereits über verschiedene Schiffszulassungen wie GL, LRS, KR und NKK verfügen, ist die spätere Abnahme problemlos. Die Kombination von Standard- und Ex-i-Klemmen an einem Wago-Koppler vereinfacht den Aufbau, so dass keine Zusatzeinrichtungen erforderlich sind. Die SPS-Ebene übernimmt die Verarbeitung der Signale, Visualisierung und Bedienung erfolgt über PCs von Marine Technik, die mit der SPS via Ethernet verbunden sind. Bedient wird die Steuerung über Trackball oder Touch-Panel sowie mit Hilfe einer entsprechenden Software.

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