Steckverbinder

Steckbare Reihenklemmen sorgen für mehr Modularität im Schaltschrankbau

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Effizienzsteigerung beginnt mit der Prozessbetrachtung

Eine weitere Möglichkeit zur Kostensenkung in der Fertigung ist die Betrachtung der Prozesse und die anschließende Optimierung – hier bietet die Schaltschrank-Fertigung zahlreiche Ansätze. Dass Leitungen mit mehrpoligen, vorab konfektionierten Steckern bei der Verdrahtung modular aufgebauter Anlagenteile von Vorteil sind, wurde bereits aufgezeigt. Noch schlanker wird der Prozess allerdings, wenn auch die Kabelherstellung mit einem hohen Automatisierungsgrad erfolgt. Das Combi-Programm bietet hier für die Signalverdrahtung steckbare Reihenklemmen an, die auf der Steckerseite mit Crimp-Kontakten bestückt werden.

Diese Kontakte werden bereits millionenfach in der Automobilindustrie eingesetzt. Zur Verarbeitung stehen automatisierte Lösungen am Markt zur Verfügung – angefangen bei der automatisierten Leitervorbehandlung und Bedruckung bis hin zur vollautomatisierten Kabelbaumfertigung inklusive Bündelung einzelner Kabelstränge.

Verkabelungsmanagement

Phoenix Contact bietet alle Komponenten für die Schaltschrankverdrahtung aus einer Hand. So gibt es für Leitungen unterschiedliche Wege in den Schaltschrank sowie auch innerhalb des Schaltschranks. Eine komfortable Anschlussmöglichkeit zur weiteren Verdrahtung innerhalb des Schaltschrankes bieten die schweren Steckverbinder aus der Baureihe Heavycon. Sind die Leitungen vorkonfektioniert und die Stecker bereits montiert, bietet sich das „Cable Entry System“ – kurz CES - an. Dabei werden Kabel durch den vorhandenen Blechausschnitt geführt, ohne sie vorher auftrennen zu müssen. Die Maße der Blechausschnitte können bleiben, und für verschiedene Leiterdurchmesser und Kabelformen gibt es Kabeltüllen, die im CES miteinander kombiniert werden. Alle gängigen Kabeltypen werden auf diese Weise nachträglich in den Schaltschrank geführt, ohne sie aufzutrennen.

Eine ähnliche Herausforderung stellt sich bei der Verkabelung der Schaltschranktür. Hier ist es oft aufwändig, vorkonfektionierte Leitungen einzusetzen, da diese in der Regel durch Schlauchleitungen geführt werden, durch die kein Stecker passt. Hier bietet das „Cable Guiding System“ – kurz CGS – eine Lösung. Damit lassen sich vorkonfektionierte Leitungen auch nachträglich – bequem von der Tür bis ins Innere des Schaltschranks führen. Durch den definierten Bauraum und Schwenkbereich ist das System im CAD planbar und eignet sich somit für die Verwendung mit vorkonfektionierten Leitungen.

Stecksystem: umfassendes Produktprogramm

Das Stecksystem Combi passt gut zum gängigen Reihenklemmen-Programm Clipline complete. Von Vorteil ist hier die systemübergreifende Nutzung des einheitlichen Zubehörs etwa Steckbrücken, Prüfstecker und Beschriftungslösungen. Diese lassen sich bei Reihenklemmen aller Anschlusstechniken auf die gleiche Weise nutzen – was die Lager- und Logistikkosten minimiert. Darüber hinaus wird der Einsatz der steckbaren Reihen-klemmen durch weiteres Zubehör optimiert:

  • Zugentlastungen für Stecker und Kupplungen,
  • Verrastungen einzeln oder mit der Zugentlastung kombiniert,
  • Schirmungsaufnahmen für den Anschluss von geschirmten Kabeln,
  • Kodierelemente in roter Signalfarbe,
  • Kabelgehäuse mit integrierter Zugentlastung für den optimalen Schutz von Einzeladern,
  • Rast- und Schraubflansche für eine Verbindung, die ohne Werkzeug nicht gelöst werden kann.

Fazit: Als flexibles System für steckbare Klemmpunkte eignet sich das Combi-System für den Einsatz im Schaltschrank oder in Geräten auf oder jenseits der Tragschiene. Es bedient unterschiedliche Aspekte der Effizienzsteigerung im Schaltschrank-bau und ermöglicht so Kosteneinsparungen in der Anwendung.

* Reiner Busse, staatl. gepr. Techniker, Produktmanager in der Business Unit Industrial Cabinet Connectivity, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg

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