Sicherheit & Risikokultur

Teil 2: So lassen sich Corporate Governance, Risk & Compliance professionell managen

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Die Implementierung – externes Know-how hinzuziehen?

Einführung und Betrieb eines GRC-Managements sollten Unternehmen nicht unterschätzen, geht es hier nicht nur um die Einführung und Anpassung einer Software, sondern auch um das Prozessdesign, das nicht selten mit einem Change-Management verbunden ist. Die Frage der späteren fachlichen Verantwortung sollte im Vorfeld geklärt werden. Faktoren wie eine ausreichende zeitliche Verfügbarkeit, ein Mindestmaß an technischer bzw. Tool-Affinität, fachliche Kompetenzen und Weisungsbefugnisse spielen dabei eine Rolle.

Ist kein lösungsspezifisches Know-how vorhanden, lässt es sich mit dem richtigen Partner im Team gut aufbauen. Auch wenn das erforderliche fachliche Know-how im Hause vorhanden ist, kann die Verfügbarkeit der designierten Lösungseigentümer über das Implementierungsprojekt hinaus und deren Bereitschaft zur Pflege und Weiterentwicklung der Lösung zum Problem werden. Die frühzeitige Einbindung eines externen Partners ist möglicherweise allein aus diesem Grund zweckmäßig, gerade dann, wenn man sich die Möglichkeit offenhalten möchte, die fachliche und/oder technische Betriebsverantwortung für das GRC System teilweise oder ganz auszulagern.

Doch wie findet sich ein geeigneter Partner für das GRC Implementierungsprojekt? Entscheidend für die Partnerwahl sind im Wesentlichen die beiden Faktoren Beratungskompetenz und Verfügbarkeit. Dabei sollte die Beratungskompetenz eine gute Balance aufweisen zwischen fachlichem Verständnis und technischer Umsetzungserfahrung mit der bevorzugten GRC-Lösung. Der Faktor Verfügbarkeit beinhaltet sowohl die regionale Vorschriftenkenntnis beim Partner sowie eine größere Flexibilität und Kompetenz durch ein im Bedarfsfalle internationales Team und die zeitliche Verfügbarkeit kompetenter Berater in erforderlichem Umfang.

Solche Partner sind in der Lage, ein Implementierungsprojekt (kosten-)effizient und ausgerichtet an die Compliance-Anforderungen des Kunden abzuliefern. Nicht zuletzt sprechen sie die „Sprache des Kunden“. Bevor sich Unternehmen für einen Beratungsdienstleister entscheiden, sollten sie fragen:

  • ob er die Branche kennt
  • wie profund seine praktische Erfahrung in der Umsetzung von GRC-Lösungen insgesamt ist,
  • wie viele Projekte er mit dem ausgewählten Tool tatsächlich umgesetzt hat und
  • wie es um seine Verfügbarkeit über einen längeren Zeitraum hinweg steht.

Der Berater ist möglichst entlang der kompletten Prozesskette mit an Bord: von der Definition der GRC-Strategie über Prozess-Design und technische Umsetzung bis hin zum After-Go-live-Support und Applikationsbetrieb.

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