MKG Titgemeyer-Tochter erhält Deutschen Materialeffizienzpreis 2007
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat Ende 2007 zum vierten Mal den Deutschen Materialeffizienzpreis ausgelobt. Dieser richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. Ausgezeichnet werden vorbildliche Praxis-Beispiele, bei denen es durch den Einsatz von Innovationen zur rentablen Steigerung der Materialeffizienz gekommen ist.
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Aus den eingereichten Bewerbungen der Teilnehmer wählte eine Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft die fünf Preisträger. Besonders stolz auf den Preis sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MKG Metall- und Kunststoffverarbeitungsgesellschaft in Lotte, einem Mitgliedsunternehmen der Titgemeyer Group. Sie erhielten die Auszeichnung für eine deutliche Verbesserung im Produktionsprozess von Kofferbausätzen: Um eine nietfreie Optik zu ermöglichen, wurde beim Fertigungsverfahren die ansonsten übliche Niettechnik durch eine innovative Klebtechnik ersetzt. Außerdem wurden große Investitionen getätigt, um den Produktionsprozess vollautomatisch gestalten zu können. Durch diese Kombination von vollautomatischer Steuerung und neuer Klebtechnologie konnten die Herstellungskosten pro Stück gesenkt werden, ohne dabei die Variabilität der Kofferaufbauten zu beeinträchtigen.
Bekenntnis zum Standort Deutschland
„Mit diesen eingreifenden Veränderungen sind wir auch gegenüber Wettbewerbern, die ihre Produktionen in benachbarte Niedriglohnländer verlegt haben, flexibel und konkurrenzfähig,” so Titgemeyer-Vertriebschef Fahrzeugbauteile, Guido Schöpker. „Diese klare Entscheidung für den Standort Deutschland bringe, so Schöpker weiter, auch noch andere Vorteile: Die Kunden, die vornehmlich aus dem Karosserie- und Fahrzeugbau stammen, erwarten gerade in der derzeitigen Boomphase eine schnelle Reaktionsgeschwindigkeit auf ihre Wünsche und Bestellungen. Mit der von MKG verwirklichten Lösung ist nun genau zum richtigen Zeitpunkt eine wirtschaftlichere Produktionsweise bei gleichzeitig geforderter Kundennähe möglich. „Die Wettbewerbsfähigkeit für diese Art von Produkten,” so MKG-Geschäftsführer Ludger Aschoff, “ist damit auch am Standort Deutschland wieder realistisch.” Durch die umgesetzten Maßnahmen und den Einsatz effizienterer Materialien können Produktivität und Stückzahlen deutlich erhöht werden.
Die klaren wirtschaftlichen Erfolge waren auch für die Jury des Deutschen Materialeffizienzpreises überzeugend genug, um MGK eine der begehrten Preise zuzusprechen. Möglich ist eine Effektivitätssteigerung dieser Art nach Ansicht Ludger Aschoffs nur dann, wenn die Geschäftsleitung die Voraussetzungen schafft, damit sich der „Mut zu neuen Technologien” auch entfalten kann. Zudem sei der Blick über den Tellerrand wichtig, um zusätzliche Synergien erkennen und erschließen zu können.
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