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Beleuchtung

Ulmer Münster erstrahlt im LED-Licht

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Ulmer Münster hat eine neue Beleuchtung bekommen, die genaustens auf die Architektur und Größe des Gebäudes angepasst ist. Die LED-Driver von Tridonic waren dabei ein wichtiger Baustein.

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Das Ulmer Münster wurde mit neuer LED-Beleuchtung ausgestattet.
Das Ulmer Münster wurde mit neuer LED-Beleuchtung ausgestattet.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Das Ulmer Münster hat mit 161,53 Metern den höchsten Kirchturm der Welt, die Innenräume sind dementsprechend gigantisch. Für diese Kulisse hat das Planungsbüro Bamberger eine neue Beleuchtung entwickelt. Die Leuchten selbst halten sich dabei im Hintergrund und lassen der Architektur den Vortritt. Ein wichtiger Baustein sind die LED-Driver von Tridonic. Sie ermöglichen einerseits große Abstände zwischen Betriebsgeräten und LED-Lichtquellen und damit ein schlankes Design der Leuchten. Andererseits sorgen sie für den effizienten Betrieb der Leuchten und erlauben deren variantenreiche Ansteuerung.

LED-Beleuchtung an Architektur anpassen

Die denzenten LED-Leuchten unterstreichen die Architektur der Kirche.
Die denzenten LED-Leuchten unterstreichen die Architektur der Kirche.
(Bild: Andreas Körner / www.a-koerner.de)

Ein Bauwerk zu beleuchten, zu dessen Entstehungszeit es noch gar kein elektrisches Licht gab, ist keine leichte Aufgabe. Bei der Umsetzung des passenden Beleuchtungskonzeptes halfen neue Sonderleuchten, die sowohl das Funktionslicht liefern als auch die Architektur beleuchten.

Passend zur himmelwärts strebenden Gotik des Münsters nehmen vertikal abgependelte, etwa 3,20 Meter lange Rohre jeweils 20 bzw. 24 kleine LED-Lichtköpfe auf. Jeder Lichtkopf ist entsprechend seiner Aufgabe individuell ausgerichtet und mit der passenden Optik versehen – einige strahlen nach unten in die Kirchenbänke und auf den Boden, andere inszenieren die Architektur bis hinauf zum Gewölbe. „Das Langhaus erhält durch Obergaden Tageslicht. Diese Lichtführung lässt den Betrachter die Dimensionen des Raumes begreifen und schafft ein überragendes Raumgefühl. Wir wollten diesen Effekt auch mit der künstlichen Beleuchtung unterstützen“, erklärt Walter Bamberger vom Planungsbüro.

LED-Lichtquelle von LED-Driver getrennt

Die gesamte Beleuchtung des Langhauses und der Seitenschiffe wird von den Pendelleuchten übernommen. Trotz der vielseitigen Beleuchtungsaufgaben ist ihr Design filigran. Die Leuchten wurde in den Spitzbögen zwischen Haupt- und Seitenschiff platziert. Die Sichtachsen entlang der Schiffe bleiben frei, der Blick ins Gewölbe ist ungehindert. Diese minimalistische Bauform war nur durch die räumliche Trennung von LED-Lichtquellen und LED-Drivern realisierbar. Die Betriebsgeräte für die LED-Leuchten stammen von Tridonic. Gemeinsam fanden der Hersteller für Lichttechnologie, die Lichtplaner und der Hersteller der Sonderleuchten, die Firma Metallbau Böhm, in den dimmbaren Konstantstrom-LED-Treibern der Premium-Serie die ideale Lösung.

Insgesamt 360 LED-Treiber übernehmen die Versorgung und Ansteuerung der etwa 500 LED-Lichtköpfe. Der Premium-Driver bietet Flexibilität durch seinen zwischen 900 mA und 1.800 mA einstellbaren Ausgangsstrom beim Anschluss der LED-Lichtköpfe mit 32 W bzw. 18,5 W Leistung. Auf den Leuchten liegt lediglich SELV-Spannung an, wodurch keine zuätzliche Schutzmaßnahme gegen Berührungen nötig ist.

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Dimmbare LED-Köpfe für vielseitige Lichtszenarien

Die Driver arbeiten von 1 bis 100 Prozent mit Amplitudendimmung und nicht mit Pulsweitenmodulation (PWM). Im Ergebnis sind die Betriebsgeräte fern der Leuchten in einem Sammelgehäuse unter dem Dach eines Seitenschiffes untergebracht. Aufgrund der Amplitudendimmung sollen keine Probleme mit der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) auftreten. Dass die Installation alle EMV-Anforderungen erfüllt, hat Tridonic mit Messungen im eigenen Labor bestätigt.

Von den verschiedenen integrierten Schnittstellen kommt im Ulmer Münster das DALI-Protokoll zum Einsatz. Fast jeder der LED-Lichtköpfe ist dimm- und schaltbar. Das ermöglicht vielseitige Lichtszenarien für die unterschiedlichen Nutzungen des Kirchenraumes – ob Gottesdienst im kleinen Rahmen oder Konzert vor vollbesetztem Haus. Die LED-Driver arbeiten mit einem Wirkungsgrad von 91 Prozent und einer Leistungsaufnahme im Stand-by von weniger als 0,15 Watt effizient. Die Geräte integrieren zahlreiche Schutzfunktionen, zum Beispiel gegen Übertemperatur, Kurzschluss und Überlast, und ihre Nominale Lebensdauer beträgt bis zu 100.000 Stunden.

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