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Weggeber Vibrations- und schockresistente Wegsensoren für raue Umgebungen

| Redakteur: Rebecca Näther

Die magnetostriktiven Wegsensoren von Megatron sind für den Einsatz in rauen und elektromagnetisch gestörten Umgebungen geeignet.

Die magnetostriktiven Wegsensoren von Megatron ermöglichen die Positionserfassung in Applikationen mit Messwegen von bis zu 4000 mm.
Die magnetostriktiven Wegsensoren von Megatron ermöglichen die Positionserfassung in Applikationen mit Messwegen von bis zu 4000 mm.
(Bild: Megatron Elektronik)

Die robusten Wegsensoren der Serie OMS2 und PMS2 verfügen über eine hohe EMV-Störfestigkeit, eine stufenlose hohe Auflösung und sind unempfindlich gegenüber Schock- und Vibrationseinflüssen. Daher sind sie für den Einsatz in rauen und elektromagnetisch gestörten Industrieumgebungen geeignet. Ihr magnetostriktives, kontaktloses Messprinzip sorgt für einen wartungsarmen, verschleißfreien Betrieb und ermöglicht eine lange Lebensdauer. Die Weggeber lassen sich in Messsysteme zahlreicher Branchen integrieren – von der Lebensmittelindustrie bis hin zur Robotik.

Positionserfassung der Wegsensoren

Die magnetostriktiven Weggeber der Serie OMS2 ermöglichen die Positionserfassung in Applikationen mit Messwegen von 50 bis zu 1500 mm, die der Serie PMS2 von 50 bis zu 4000 mm. Die mechanische Erfassung der Linearbewegung erfolgt über einen geführten oder einen freien Positionsgeber. Es können auch zwei oder mehr Positionsgeber auf einem Wegsensor verwendet werden. Die Position des magnetischen Gebers wird als lineares Analogsignal ausgegeben und ist absolut. Auch nach dem Ein- und Ausschalten steht die Positionsrückmeldung sofort zur Verfügung.

Weggeber trotzen Schock- und Vibrationseinflüssen

Der freie Magnetgeber verträgt seitlichen sowie horizontalen Versatz von bis zu ±2 mm. Der Magnetgeber mit Kugelkupplung gleicht vertikalen und horizontalen Versatz aus. Das vereinfacht die Einbindung in Applikationen mit starken Schock- und Vibrationseinflüssen. Die Sensoren sind in der Schutzart IP67 ausgeführt. Durch den Wegfall der Schubstange und das flache Seitenprofil lassen sie sich auch in flache Bauräume platzsparend integrieren. Die Sensoren weisen darüber hinaus eine hohe elektromagnetische Verträglichkeit gemäß der EMV-Richtlinie 2014/30/EU auf. Sie bieten insbesondere Vorteile in der holz-, keramik-, kunststoff- und metallverarbeitenden Industrie, zählt das Unternehmen auf.

Wegsensoren messen mit Scherwellen-Verfahren

Die Signalaufnahme der Sensoren wurde im Vergleich zu den Vorgängermodellen durch eine konstruktive Veränderung der Empfängerspule optimiert. Die Messung erfolgt nach dem Scherwellen-Verfahren.

Dabei wird im Messstab ein kurzer Stromimpuls in Lichtgeschwindigkeit (299.792.458 m/s) ausgelöst. Der Stromimpuls erzeugt ein zirkulares Magnetfeld um den Wellenleiter. Der bewegliche Permanentmagnet ist zur Positionsbestimmung knapp über dem Messstab platziert. Die erzeugte Impuls-Magnetwelle trifft auf die magnetisch rechtwinkligen Feldlinien des Permanentmagneten. Die Magnetfelder überlagern sich und es entsteht eine torsional-mechanisch-elastische Dichtewelle (Wiedemann-Effekt) in diesem Bereich im Wellenleiter. Die mechanische Dichtewelle bewegt sich mit Schallgeschwindigkeit von 2850 m/s zum Signalwandler, der sie in elektrische Signale umwandelt (Faraday’scher Effekt). Zwischen dem erzeugten Stromimpuls und der Ankunft der Dichtewelle in der Elektronik werden die benötigte Zeit und basierend darauf die Entfernung zum Permanentmagneten ermittelt.

Weggeber sind universell einsetzbar

Der Hersteller bietet die berührungslosen Wegaufnehmer in Profilbauweise an. Sie sind universell einsetzbar und lassen sich einfach mit Halterungen direkt an der zu messenden Struktur montieren. Darüber hinaus realisieren die Putzbrunner Elektronik-Spezialisten kundenspezifische Produktanpassungen an den Sensoren.

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