Elektronische Schutzschalter Zuverlässiger Schutz platzsparend integriert

Von Ute Drescher 3 min Lesedauer

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Wago erweitert Produktportfolio durch sehr kompakte Schutzschalter mit einer Baubreite von nur 6 bzw. 32 Millimetern. Doch ECBs punkten mit einer Reihe weiterer Vorteile.

Die neuen ECBs von Wago sind besonders platzsparend und für Schaltschränke oder Systemverteiler mit geringem Platzangebot geeignet.(Bild:  Wago)
Die neuen ECBs von Wago sind besonders platzsparend und für Schaltschränke oder Systemverteiler mit geringem Platzangebot geeignet.
(Bild: Wago)

Die Anforderung war klar: Vor allem eine hohe Kanalzahl wünschen sich Anwender von elektronischen Schutzschaltern. Darüber hinaus möglichst ein Gerät, das über die Basisfunktionen hinaus ausgesuchte Optionen und Funktionen bietet und dabei gleichzeitig mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis aufwartet – all das sollen nun die neuen ECBs erfüllen, um die Wago sein Portfolio erweitert.

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Wago zeigt die neuen ECBs auf der Smart Production Solutions (SPS), die vom 14. bis 16. November in Nürnberg stattfindet: Halle 7, Stand 230.

Besonders platzsparend

Die neuen Produkte aus einkanaligen und mehrkanaligen ECBs sind mit einer Baubreite von 6 bzw. 32 Millimetern besonders platzsparend und für Schaltschränke oder Systemverteiler mit geringem Platzangebot geeignet. Zudem haben die Wago-Entwickler die einkanaligen Varianten mit variabler Stromstärke so gestaltet, dass sie sich über einfache Stufenschalter von außen einstellen lassen; die gewählte Einstellung kann jederzeit direkt abgelesen werden. Anwender können den ECB also im Vorfeld auf den gewünschten Auslösestrom justieren, ohne dass eine Spannungsversorgung vorhanden sein muss. Das vereinfacht die Montage und bietet gleichzeitig Flexibilität in der Verwendung.

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Mehr als reiner Schutz vor Überlastung

Zu den weiteren Funktionen gehört auch das ferngesteuerte Wiedereinschalten der Last sowie die bessere Kompensation der Leitungsimpedanz. So bieten die ECBs beim Wiedereinschalten einen guten Schutz vor hohen Strömen. Das ist wichtig, denn sind kapazitive Lasten angeschlossen, die vollständig entladen sind, kann es beim Wiedereinschalten durch den geringen Widerstand zu sehr hohen Strömen kommen. „Das führt zu einer Art Kurzschluss“, erklärt Mirko Metzner, bei Wago Senior Produktmanager. Klassische Leitungsschutzschalter können das aufgrund ihrer Trägheit auffangen. Dennoch erfahren die angeschlossenen Komponenten eine sehr hohe Belastung. Das erhöht den Verschleiß der Komponenten. Erst wenn die Kapazität vorgeladen ist, schaltet der ECB den angeschlossenen Verbraucher komplett zu. „Das Einschalten von kapazitiven Lasten läuft also mit einem ECB geregelt ab, ohne dass hohe Ströme fließen oder hohe Belastungen an den Bauteilen entstehen“. erklärt Metzner den Vorteil.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die einfache Bedienung der elektronischen Schutzschalter. Bei den einstellbaren Varianten der neuen 1-, 4-, und 8-Kanaler lässt sich der Auslösestrom per Drehrad intuitiv einstellen und das sogar ohne angeschlossene Stromversorgung. Darüber hinaus lassen sich alle Varianten manuell vor Ort oder auch zentral von einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) mittels digitalen Ein- und Ausgängen überwachen und steuern.

Für die Bedienung am Gerät gibt es einen Multi-Button, der intuitiv als Ein-, Aus- und Reset-Taster fungiert und über eine integrierte Multi-Color-LED der Statusanzeige dient. „So kommen wir mit wenig Bedienelementen aus, die noch dazu platzsparend auf der Frontplatte angebracht sind“, erklärt Mirko Metzner.

Die neuen Wago ECBs sind universell und an den Bedürfnissen der Anwender ausgerichtet einsetzbar. In der Regel kommen sie im Maschinenbau, der Automobilindustrie, der Energietechnik oder anderen Industriezweigen mit Sensoren oder Aktoren im 24 VDC-Bereich zum Einsatz. Kommt es hier zu Überlast- oder Kurzschlussfällen, kann das gravierende Folgen für den gesamten Prozessablauf haben. „Dann hat sich der Einsatz unserer elektronischen Schutzschalter, die schon bei geringen Überströmen sicher auslösen, bewährt“, sagt Metzner.

Einfach in Bestandsanlagen nachrüsten

Es müssen grundsätzlich keine Änderungen vorgenommen werden. Sowohl die einkanaligen, als auch die mehrkanaligen elektronischen Schutzschalter lassen sich einfach an Bestandsanlagen nachrüsten, aber auch in neue Schaltschränke und Systemverteiler integrieren. Um die volle Leistungsfähigkeit sicherzustellen, können neben den Überstromauslösewerten weitere Einstellungen bezüglich Statusmeldung und Logik konfiguriert werden.

ECBs von Wago

Wago bietet bereits ein breites Produktportfolio an elektronischen Schutzschaltern mit ein, zwei, vier und acht Kanälen. Diese verfügen über Strombereiche von 0,5 bis 12 A und bieten damit genügend Spielraum, um passende Nennströme, individuell auf die jeweilige Applikation ausgerichtet, abzudecken. Die neuen ECBs ergänzen das bereits bestehende Portfolio. Die neuen 1-Kanal-Geräte sowie die 4- und 8-Kanal-Varianten stehen im vierten Quartal 2023 zur Verfügung.

 

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