Steuerung Warum maschinenintegrierte Robotersteuerungen immer wichtiger werden

Quelle: Interact Analysis 2 min Lesedauer

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Die Steuerung von Maschinen und Robotern ist kompliziert und benötigt viel Expertenwissen. Mit integrierten Steuerungen könnte dies jedoch vereinheitlicht und damit vereinfacht werden.

Die Kosten für Roboter sind im Laufe der Zeit gesunken. Dies ermöglicht eine breitere Nutzung von Robotern in Maschinen und erhöht die durchschnittliche Anzahl der Roboter pro Maschine. Einfachere Methoden zur Integration und Steuerung neuer Roboter werden daher immer mehr gefragt.(Bild:  IM Imagery - stock.adobe.com)
Die Kosten für Roboter sind im Laufe der Zeit gesunken. Dies ermöglicht eine breitere Nutzung von Robotern in Maschinen und erhöht die durchschnittliche Anzahl der Roboter pro Maschine. Einfachere Methoden zur Integration und Steuerung neuer Roboter werden daher immer mehr gefragt.
(Bild: IM Imagery - stock.adobe.com)

Das Marktforschungsinstitut Interact Analysis hat einen neuen Trend rund um maschinenintegrierte Robotersteuerungen ausgemacht. Laut einem Blogpost erwarten die Analysten in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum des Segments. Mit Initiativen von namhaften Herstellern könnte sich dieser Trend sogar noch beschleunigen. Als Beispiel wird Siemens genannt. Das Unternehmen kooperiert mit mehreren Roboterherstellern, darunter Universal Robots, Jaka, Comau, Stäubli, Kawasaki und Yaskawa. Auch eine Kooperation mit ABB, Kuka, Fanuc, Epson und Techman werde erwartet.

Die Kooperation ermöglicht es Unternehmen, Roboter verschiedener Marken mit einer Siemens-SPS zu steuern. Aktuell erfolgt die Integration von Industrie- oder kollaborativen Robotern und Maschinen in der Regel über Kommunikationsnetze, heißt es weiter. Roboter und Maschine nutzen dabei unabhängige Steuerplattformen, wobei die Robotersteuerung über Kommunikationsprotokolle mit der Maschinen-SPS verbunden ist. Wenn ein Integrator oder Maschinenbauer die Robotik an die Bewegungen der Maschine anpassen muss, ist hierbei Roboterprogrammierkenntnis erforderlich, so die Analysten. Da die Steuerungssoftware und Programmiersprachen jedes Roboterherstellers oft unterschiedlich sind, erfordert die Integration von Robotern verschiedener Anbieter viel Ingenieuraufwand und ist sehr anspruchsvoll.

Roboter besser mit Maschine synchronisieren

Mit einer maschinenintegrierten Robotersteuerung könne die Steuerung von Maschinen und Robotern vereinheitlicht werden. Siemens nutzt beispielsweise eine SPS, die SRCI-Funktionen unterstützt, um die Steuerbefehle der Roboter in das TIA-Portal zu übersetzen und zu integrieren. Dies ermöglicht es Ingenieuren, die Entwicklungsumgebung von Siemens zu nutzen, um Roboter zu steuern, ohne Roboterprogrammiersprachen zu verwenden. SRCI (Standard Robot Command Interface) ist ein offener Standard, der von Profinet entwickelt und gepflegt wird.

Eine andere Methode der Integration besteht darin, die Robotersteuerungshardware zu eliminieren und stattdessen eine Automatisierungssteuerung mit Bewegungssteuerungsfunktionen zu verwenden, so die Analysten. Die Roboterachsen werden als Komponenten der Maschine betrachtet und können direkt von der Maschinensteuerung gesteuert werden. Zu den Lösungen dieser Methode gehören Rockwells Unified Robot Control, B&Rs Machine-Centric Robotics, Schneiders Pac Drive und Omrons NJ501-R-Steuerung.

Die maschinenintegrierte Robotersteuerung habe den Vorteil, dass mehrere Roboter besser synchronisiert werden und so höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können. Aufgrund des anhaltenden Arbeitskräftemangels werde zudem die Vereinheitlichung der Steuerungssysteme von Robotern und Maschinen für Maschinenbauer immer attraktiver.

Der gesamte Blogpost von Interact Analysis ist auf der Website des Marktforschungsinstituts verfügbar.

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