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Ähnliche Anforderungen an die Infrastruktur
Die Ansprüche, die an die Infrastruktur sowohl in der IT-Welt als auch im Automatisierungsbereich gestellt werden, sind durchaus vergleichbar. An erster Stelle steht dabei sowohl in einem klassischen Rechenzentrum als auch in einer Automatisierungslösung die Verfügbarkeit des Gesamtsystems. Denn die wirtschaftlichen Verluste, die durch den Ausfall eines Rechenzentrums in einem Dienstleistungsunternehmen entstehen, sind durchaus in der Größenordnung von denen, die durch den Stillstand einer Produktionsanlage in der fertigenden Industrie auftreten. Die Konzepte, die in der IT-Welt zum Beispiel für hochverfügbare Rechenzentren entwickelt wurden, können in ähnlicher Art und Weise auch für Automatisierungslösungen eingesetzt werden. Typisches Beispiel hierfür ist die Verwendung von unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV). Ein weiterer Aspekt, der sowohl im Rechenzentrum als auch in der Automatisierung auftritt, ist die gezielte Kühlung der eingesetzten Komponenten. Aufgrund immer höherer Leistungsdichte der Hardware werden auch die Anforderungen, die an eine Kühlung gestellt werden, immer höher. Gerade im Bereich der Kühlung spielt die Effizienz eine große Rolle. So ist es wichtig, dass die zur Verfügung stehende Kühlleistung möglichst effizient für die Wärme produzierenden Komponenten zur Verfügung steht. Eine Temperatur-Überwachung innerhalb des Systems spielt dabei eine wichtige Rolle.
Trotz aller Ähnlichkeiten zwischen den Infrastruktur-Anforderungen der IT und der Automatisierungs-Welt bestehen natürlich auch wichtige Unterschiede, die bei der Übertragung von Konzepten zwischen den beiden Bereichen berücksichtigt werden müssen. So herrschen in einer Industrieumgebung häufig andere Umgebungsbedingungen – die eingesetzten Komponenten müssen zum Beispiel gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt werden. Außerdem steht in der Automatisierung – häufig direkt in oder an einer Anlage bzw. Maschine – in der Regel weniger Platz zur Verfügung. So haben typische Schaltschränke im industriellen Umfeld eine viel geringere Tiefe als ein typischer Serverschrank im Rechenzentrum. Es genügt also nicht, die Lösungen aus der IT-Welt Eins zu Eins zu kopieren. Ein kompetenter Partner, der sowohl über Erfahrungen aus der IT-Welt als auch im industriellen Umfeld verfügt, kann hier wertvolle Unterstützung bieten.“
Konzepte aus dem Rechenzentrum in die Automatisierungswelt übertragen

Bernd Hanstein, Hauptabteilungsleiter Produktmanagement und Engineering IT bei Rittal in Herborn:
Typische Lösungen, die bisher vor allem in Rechenzentren eingesetzt werden, halten nun auch verstärkt Einzug in die Automatisierungswelt. Unterbrechungsfreie Stromversorgungen und Kühlsysteme sind nur zwei Beispiele für Konzepte, die sich aus der IT-Welt in die Automatisierung übertragen lassen. Dabei sind aber die Besonderheiten und die Anforderungen im Automatisierungsumfeld zu beachten.
Moderne Maschinen werden immer komplexer und haben einen deutlich höheren Automatisierungsgrad. Dadurch steigen auch die Ansprüche, die an die Infrastrukturkomponenten in der Automatisierung gestellt werden. Um beispielsweise eine Werkzeugmaschine im Fall einer Unterbrechung der elektrischen Versorgung in einen sicheren definierten Zustand zu bringen, ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung – USV — der Steuerung notwendig.
USV in der Automatisierung
Durch das Zusammenwachsen von IT und Automatisierungstechnik werden Fachleute in der Automatisierung häufig mit neuen Themen konfrontiert, die bisher nur im Rechenzentrum eine Rolle gespielt haben. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Thema USV, das auch in Automatisierungslösungen immer wichtiger wird. Die richtige Auslegung einer USV und worauf es bei der Auswahl einer USV ankommt ist für einen Automatisierungsfachmann in der Regel Neuland. Vorteilhaft erweist es sich hierbei, wenn man auf das Know-how eines kompetenten Partners zurückgreifen kann. Rittal hat als Systemlieferant sowohl Erfahrung im IT-Bereich als auch im industriellen Umfeld. Mit seinem Know-how kann Rittal daher seine Kunden bei der Übertragung von Konzepten aus der IT-Welt optimal unterstützen. So bietet das Unternehmen mit dem Power Modular Concept PMC 40 ein kompaktes USV-System an, das ideal für industrielle Anwendungen eingesetzt werden kann. Das modulare Konzept der PMC 40 erlaubt es, das System an die jeweils benötigte Leistung anzupassen. Da das System redundant aufgebaut ist, bietet es eine sehr hohe Verfügbarkeit. Mit einer Tiefe von 740 mm ist ein Einbau auch in 800 mm tiefen Industrieschränken entsprechender Schutzartklasse möglich.
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