IPC & EMBEDDED Computing

Weniger Kabel auf Luxusyachten verlegen

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

„Die aktuelle Yacht hat eine Länge von knapp 60 Metern und trägt den Projektnamen Bounty Hunter, erzählt Christian Gräser, stellvertretender Bereichsleiter Yachtbau bei besecke. Auf diesen schwimmenden Luxusdomizilen bleibt gewöhnlich kein Wunsch offen. Mit Kabinen für 12 Passagiere und 16 Besatzungsmitglieder bietet die hochseetüchtige Mega-Yacht genügend Raum für Entspannung und Unterhaltung. Durchflutet mit viel Tageslicht laden das Haupt und Oberdeck zu jeder Tageszeit zum Verweilen ein. Auf dem Sonnendeck befindet sich neben der Bar ausreichend Liegeflächen für Sonnenanbeter sowie ein windgeschützter Whirlpool. Angetrieben wird die Luxusyacht von zwei Caterpillar Motoren mit jeweils 1.455 KW (1978 PS) die sie bis auf 16 Knoten (ca. 30km/h) beschleunigt. Die Tanks nehmen bis zu 150.000 Liter Treibstoff sowie 28.000 Liter Frischwasser auf.

Bildergalerie

Monitoring auf hohem Niveau

„Wir planen, entwickeln und setzten das komplette Schiffs-Monitoring um, dass bei der Lürssen Werft in Bremen eingebaut wird,“ führt Gräser in seiner Eigenschaft als Projektkoordinator aus. Dabei handelt es sich um eine Entwicklung von besecke, die seit 2004 immer weiter modifiziert wurde und mittlerweile einen Stand erreicht hat, der in der Automatisierung von Schiffen seinesgleichen sucht. Das System mit dem Namen AllViu®-MCS ermöglicht die Überwachung sämtlicher Parameter, die auf einer Yacht, wie der Bounty Hunter anfallen. Es werden z.B. Motordrehzahlen, Öldrücke, Raumtemperaturen, Tankfüllstände, Zustände von Türen, Schiebern und Lüftungsklappen, genauso wie Pumpenaktivitäten und Abgastemperaturen in einem System zusammengeführt und visualisiert. Die Parameter der Antriebsmaschinen gelangen über eine Daten-Schnittstelle direkt ins Monitoring-System.

Die Lauer PCs lassen sich im Automationsnetzwerk über Hirschmann Hyperring Switches mit sämtlichen Automationskomponenten vernetzen. Eine weitere Funktion des besecke Monitoring-System ist die Möglichkeit, Alarme aus dem Maschinenraum auch auf die so genannten Duty-Alarm-Panel weiterzuleiten. Dabei handelt es sich um acht und zehn Zoll Lauer PCs, die z.B. den Chief-Engineer oder den Kapitän in ihren Kabinen detailliert über anstehende Alarme im Klartext informieren. Per Fingertipp auf die jeweilige Meldung fragt er aktuellen Status ab, auch wenn er nicht im Maschinenkontrollraum sitzt.

(ID:282637)