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In-Game-Hilfen unterstützen
Die Stichworte verdeutlichen den Nutzen, wie er sich für Stadlbauer auch in der Industrie ergeben kann: Auf Anleitungen über Tutorial Level hin zu In Game Tutorials sowie Hintfunktionen setzen die Gameentwickler. So unterstützen In-Game-Hilfen im Bedarfsfall den Gamer, und wenn nichts mehr geht, dann kann dieser sogar Social Media-Kanäle zur Problemlösung benutzen. Lösungen, die im klassischen Maschinenbau noch undenkbar sind.
Gestalterisches Know how für die virtuelle Welt
Dennoch gilt für Maschinen und Anlagen: Der Weg in die Digitale Fabrik ist vorgezeichnet. Auch der Maschinenbauer will künftig seine Anlagen nicht mehr erst in der Realität ausprobieren und dort den Ablauf aufwändig und damit teuer auf mögliche Kollisionen hin checken. Fertigungsabläufe sollen kostengünstig schon im Planungsstadium einer Maschine stattfinden, in 3D. Noch bevor das erste Werkstück die Fertigung verlässt. Spiele aber sind nichts anderes als inszenierte virtuelle Realität in 3D.
Für Florian Stadlbauer und sein Team genügen einfache CAD-Daten aus der realen Welt, um die virtuelle anzurichten. Mit Erfahrungen aus der Baubranche können die Frankfurter da schon aufwarten. „Wir können Sie virtuell in ein Neubaugebiet reinversetzen, und sie können dort interaktiv agieren“, verdeutlicht Stadlbauer was machbar ist, welchen Nutzen Anwender haben können. Eine Situation, wie sie sich durchaus auch auf große Anlagen und Maschinen übertragen ließe.
Erfahrung mit neuen Medien
Gründe also gibt es genügend, um die Kompetenz der Spieleentwickler in Sachen Usability auch in die Fabrik einzubringen. Neben einem hohen technischen Verständnis verfüge man über ein fundiertes gestalterisches Know how sowie über ein ausgeprägtes Verständnis in Sachen Benutzerführung und Eingabemethoden. „Und“, so sagt Florian Stadlbauer, „haben wir Erfahrung mit neuen Medien und Technologien.“
Beispiel: virtuelle Bibliothek
Realisiert hat Deck13 Interactive bereits die Benutzerschnittstelle für eine virtuelle Bibliothek. Dafür kombinierten die Spiele-Spezialisten klassische und damit für den Anwender gewohnte Bibliothekselemente mit inhaltsspezifischer Anpassung und nutzerfreundlicher Navigation. Kurzum: Man erhält Zugang über ein Portal, das mehrere beschilderte Eingänge hat, die über Themen und Subthemen den Anwender zu seinen gewünschten Büchern oder gesuchten Dienstleistungen führen. Anders als in einer menügeführten Struktur hat man sofort das Gefühl, man betritt eine Bibliothek. Eine Bibliothek, wie man sie durchaus in der realen Welt so oder ähnlich finden kann - Intuition pur.
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