18. bis 22. September 2012: AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung

Werkzeugmaschinen-Hersteller punkten mit Hybridtechnologien, Modulbauweise und Automatisierung

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Sowohl Hightech-Maschinen als auch bezahlbare Serienmaschinen gefragt

Während auf der einen Seite die Anforderungen ständig steigen, was den deutschen und europäischen Hightech-Maschinenherstellern durchaus zugutekommt, verlangen auf der anderen Seite die Märkte mit den aktuell höchsten Wachstumsraten nach bezahlbaren Serienmaschinen.

Die These, dass vor allem die aufstrebenden BRIC-Staaten einfachere und damit günstigere Maschinen verlangen, bezweifelt Dr. Gossel allerdings. Der Röders-Vertriebsmann hat festgestellt, dass es beispielsweise in China „eine ganz klare Strategie gibt, die optimale Technik und nicht die vordergründig billigsten Maschinen einzusetzen“.

Beide Tendenzen hat man beim Sägenhersteller Behringer ausgemacht: „In Schwellenländern gibt es tatsächlich beide Varianten: Einerseits heißt die Devise weniger Automatisierung, weniger Komplexität und schnell erlernbare Handhabung, andererseits werden aber auch in diesen Ländern technologisch hochwertige Maschinen für schwierige oder vielschichtige Aufgaben benötigt.“

Ähnlich sieht man das bei MAG-IAS. „Unsere Strategie schließt schon seit Jahren die abweichenden Anforderungen an Werkzeugmaschinen in den unterschiedlichen Märkten mit ein“, erklärt MAG-Mann Martin Winterstein. Zum einen schaffe man den Spagat mit modularen Maschinenkonzepten, die flexibel skalierbar seien. „Andererseits setzen wir dort, wo es sinnvoll ist, auch auf lokale Produktion in den Zielmärkten.“ So produziere man beispielsweise in Changchun Maschinen, die „ideal auf die Bedürfnisse in Wachstumsmärkten wie China, Indien und Russland zugeschnitten sind“.

Ebenfalls auf ein modulares Baukastenprinzip setzt Micaela Schönherr von Niles Simmons: „Damit gelingt es, sowohl maßgeschneiderte Maschinen für spezifische, hochinnovative Bearbeitungen wie Komplett- und Titanbearbeitung zu konfigurieren, als auch seriennahe Maschinen herzustellen.“

Bei Index/Traub (Halle 3, Stand 3C52) sieht man auf der AMB 2012 sogar den Markt für eine eigens entwickelte Universaldrehmaschine. Reiner Hammerl: „Die neue IT600, die wir ab

2013 anbieten, wird ihren Einsatz bei weniger komplexen Anwendungen finden.“

Zur AMB 2012 werden rund 1.350 Aussteller auf ausgebuchtem Messegelände die komplette Bandbreite der Zerspantechnik zeigen. Erwartet werden rund 90.000 Besucher.

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