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18. bis 22. September 2012: AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung Werkzeugmaschinen-Hersteller punkten mit Hybridtechnologien, Modulbauweise und Automatisierung

| Redakteur: Ines Stotz

Auch wenn die wirtschaftlichen Eckdaten derzeit leicht im Sinken begriffen sind, der VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken meldet „Normalisierung auf hohem Niveau“. Ein hoher Auftragsbestand sorge sogar für ein nochmaliges Produktionsplus im laufenden Jahr. Damit es weiter gut läuft für den Werkzeugmaschinenbau, zeigen die Aussteller auf der AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, vom 18. bis 22. September 2012 auf dem Stuttgarter Messegelände neben dem Flughafen zahlreiche Neuerungen, die vor allem eine Steigerung der Produktivität im Visier haben.

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Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW: „Im ersten Halbjahr ist der Auftragseingang in der Werkzeugmaschinenindustrie um 13 Prozent gesunken; das war zu erwarten aufgrund des hohen Vorjahresniveaus und signalisiert eine Normalisierung der Bestelltätigkeit.“
Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW: „Im ersten Halbjahr ist der Auftragseingang in der Werkzeugmaschinenindustrie um 13 Prozent gesunken; das war zu erwarten aufgrund des hohen Vorjahresniveaus und signalisiert eine Normalisierung der Bestelltätigkeit.“
(Bild: VDW)

„Im ersten Halbjahr ist der Auftragseingang in der Werkzeugmaschinenindustrie um 13 Prozent gesunken; das war zu erwarten aufgrund des hohen Vorjahresniveaus und signalisiert eine Normalisierung der Bestelltätigkeit“, erklärt VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer. Dennoch werde die Produktion aufgrund des nach wie vor hohen Auftragsbestands im laufenden Jahr sogar noch wachsen. „Unsere Prognose liegt bei 6 Prozent Plus.“ Der Auftragsbestand sei „weitgehend stabil geblieben“. Im Juni habe er bei 8,4 Monate gelegen, also nur wenig unter dem Februarwert von 8,7 Monaten.

Die zuletzt nach unten zeigenden Zahlen der Weltwirtschaft und die zunehmende Verunsicherung bei den Investoren führten zwar zu verringerten Prognosen für das Wirtschaftswachstum in wichtigen Abnehmerregionen. Für 2013 erwarteten die Wirtschaftsforscher jedoch wieder eine Zunahme bei Bruttoinlandsprodukt und Investitionen. Die Turbulenzen rund um den Euro hätten dazu geführt, dass vor allem die Auslandsorders gesunken seien, und zwar dreimal so stark wie die Inlandsbestellungen.

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Am schwächsten hätten sich im ersten Quartal die Bestellungen aus Asien entwickelt, während sich Europa mit einem Minus von zwei Prozent vergleichsweise gut gehalten habe. „Richtig gut liefen die Bestellung aus Amerika, insbesondere auch Nord- und Mittelamerika“, gibt Dr. Schäfer zu Protokoll.

Auftragslage der AMB-Aussteller nach wie vor gut

Relativ entspannt geben sich dann auch die AMB-Aussteller. Von Normalisierung spricht Reiner Hammerl, Geschäftsführer von Traub/Index, Esslingen: „Die Auftragseingänge sind zwar niedriger als im Vergleichszeitraum des Jahres 2011, aber wir haben keine Auslastungsprobleme und blicken vorsichtig optimistisch in das Jahr 2013.“

Eine „Beruhigung auf hohem Niveau“, konstatiert auch Klaus Winkler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gebrüder Heller Maschinenfabrik, Pforzheim. Im Übrigen sieht er dank der großen Erfahrung der Maschinenbauer mit den typisch starken konjunkturellen Schwankungen in der Branche den deutschen Maschinenbau gut gerüstet, wenn es wirklich wieder einmal in Richtung Talfahrt gehen sollte.

„Es zeigt sich, dass der extreme Nachfrageboom, vor allem aus der chinesischen Automobilindustrie, sich auf ein gutes Niveau einpendelt“, erklärt Martin Winterstein, Marketingchef bei MAG-IAS, Göppingen. Andererseits ziehe die Nachfrage aus Russland und Indien derzeit an, genauso wie aus den Bereichen Schienenverkehr- und Elektroartikelindustrie.

Von vollen Auftragsbüchern im laufenden und bereits sehr gut gefüllten für das kommende Jahr berichtet Micaela Schönherr, Geschäftsführerin bei Niles-Simmons Industrieanlagen, Chemnitz: „Wir verzeichnen momentan eine hohe Produktionsrate und sehr gute Auslastung, weshalb wir unser Projektgeschäft und auch unseren Fertigungsstandort weiter ausbauen.“ Grund zur Angst vor einem neuerlichen Abschwung sieht die Diplom-Ökonomin derzeit nicht und erhofft sich von der AMB 2012 eine Weiterentwicklung des Auftragseingangs auf hohem Niveau.

Dr. Stefan Hansch, Geschäftsführer der Emco Group, Hallein/Österreich sieht hingegen durchaus gegenläufige Entwicklungen: „Je nach Marktsegment, in dem unsere potenziellen Kunden tätig sind, erwarten wir eine ausgezeichnete bis sehr verhaltene Entwicklung.“

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