Kleine und mittelständische Unternehmen werden derzeit mit großen Herausforderungen konfrontiert. Mit Cobots, Industrierobotern und zur Branche passender Software erhöhen Unternehmen ihre Effizienz, werten Arbeitsplätze auf und bleiben wettbewerbsfähig.
Der Spindelhubgetriebe-Hersteller ZIimm Group GmbH setzt auf Unterstützung von Kuka-Robotern, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
(Bild: Kuka)
Der Fachkräftemangel macht vor allem kleineren und mittleren Unternehmen zu schaffen. Weltweit haben im Jahr 2022 rund 75 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten gehabt, ihre Stellen zu besetzen.*1 Allein in Handwerksbetrieben in Deutschland fehlten schon 2021 rund 87.000 Mitarbeitende, Tendenz steigend. Besonders betroffen sind Bereiche wie Bauelektrik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Kraftfahrzeugtechnik. *2 Dass eine Automatisierung hier für Erleichterung sorgen kann, wissen die meisten Betriebe. So gehen 65 Prozent der Mittelständler davon aus, dass sich Prozesse in ihrem Unternehmen durch Robotik beschleunigen lassen und dass sich dadurch sowohl Produktivität als auch Qualität erhöhen.*3 Dennoch sind Mittelständler vor dem Einsatz von Robotern bisher oft zurückgeschreckt. Ihre Argumente: zu komplex, zu teuer, zu viel Skepsis im Team. Doch das sind nur Mythen!
Roboter nehmen Kollegen schwere Arbeiten ab
Wer Mut gefasst und es ausprobiert hat, weiß: In Automatisierung zu investieren, lohnt sich. Denn das Risiko ist gering. Und die Chancen sind riesig. Ob beim Palettieren, beim Be- und Entladen von Maschinen, bei der Qualitätskontrolle oder beim Schweißen: Der Kollege Roboter kann das eingespielte menschliche Team gut ergänzen. Und meistert seine Aufgaben zuverlässig und präzise. Er übernimmt unergonomische, belastende, monotone und zeitraubende Arbeiten. Mitarbeitende werden dadurch körperlich entlastet und gewinnen Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten. Immerhin sind in Deutschland Muskel- und Skeletterkrankungen mit 35,4 Prozent die Hauptursache für eine Arbeitsunfähigkeit im Handwerk. Rückenschmerzen, Schulterläsionen und Co. sind vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe für den Großteil der Krankheitstage verantwortlich.
Roboter können hier Abhilfe schaffen, wie das Beispiel des Spindelhubgetriebe-Herstellers Zimm Group GmbH zeigt. Die rund 300-köpfige Belegschaft wird durch zwei Kuka-Roboter entlastet. Zunächst belädt ein KR Quantec in einer Zelle eine Fräsmaschine mit Rohteilen aus Metall. Sind die Bauteile fertig bearbeitet, legt sie der Roboter auf dem Nachbearbeitungsplatz in der Zelle ab. Dort entgratet und reinigt sie ein KR Agilus. „Die Automatisierung erlaubt es uns, in mannlosen Schichten nachts und am Wochenende zu produzieren, was unsere Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit erhöht“, berichtet Hardy Ponudic, Produktionsleiter bei Zimm.
Neue Stellen schaffen, die Mitarbeiterzufriedenheit fördern
Die größte Sorge vieler Arbeitskräfte: Ein Roboter könnte ihnen ihren Job streitig und sie selbst entbehrlich machen. Doch zahlreiche Beispiele haben das bereits widerlegt. Viele Unternehmen konnten ihren Geschäftsbereich durch den Einsatz von Robotern erweitern und daraufhin weitere Fachkräfte einstellen. Die mittelständische Verzinkerei Sulz GmbH aus Süddeutschland hat beispielsweise durch den Kauf einer kompakten Roboter-Schweißzelle neue Kunden gewonnen. Die Investition in die Automatisierung ermöglichte also, dass neue Stellen geschaffen wurden und sich das mittelständische Unternehmen in der Region vom Wettbewerb absetzte.
In einer kompakten Zelle widmet sich ein KR Cybertech nano qualitativ hochwertigen Schweißnähten von Bauteilen, die dann später verzinkt werden. So werden 5.000 bis 10.000 Bauteile im Monat fertig. „Dass wir jetzt auch schweißen können, bringt uns inzwischen zusätzliche Verzinkungsaufträge. Wir konnten unsere Kernprozesse stärken“, sagt Bernd D. Euschen, Geschäftsführer der Verzinkerei Sulz GmbH.
Attraktives Arbeitsumfeld schaffen
Sich bei den Kunden bestmöglich darstellen und zusätzlich ein attraktives Arbeitsumfeld für Fachkräfte zu bieten, ist eine Herausforderung, vor denen kleine und mittelständische Unternehmen heute stehen. 37 Prozent der Beschäftigten weltweit äußern Besorgnis, dass ihre Unternehmen nicht ausreichend in innovative Technologien investieren. Die Möglichkeiten der Automatisierung sind jedoch enorm, unabhängig von der Branche und dem Prozessschritt. Für eine passgenaue Roboterlösung greift Kuka auf ein breites Netzwerk an Systempartnern zu, die in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen für Installation und Integration beim Endkunden verantwortlich sind. Für jeden Mittelständler findet sich ein Systempartner ganz in der Nähe, der sich nicht nur mit Robotern, sondern auch in der jeweiligen Branche bestens auskennt.
Das hat auch das Familienunternehmen Hermann Hauff GmbH & Co. KG erkannt und die Fertigung von Oberkorbrollen für Spülmaschinen komplett automatisiert. Ein KR Quantec entnimmt simultan zum Spritzzyklus die Rollen aus der würfelförmigen Spritzgießmaschine, setzt sie in Steckbuchsen ein und legt die fertigen Teile danach auf ein Förderband. An dessen Ende wartet ein KR Quantec PA, der die Versandkartons faltet und unter dem Förderband platziert. Sind sie voll, stapelt er die Kartons auf Europaletten. Auch der polnische Integrator Qbig hat einen Kuka-Roboter in der Montage eingesetzt. Ein KR Agilus montiert die Bullaugen für Waschmaschinentüren. Er verschraubt Glas- und Kunststoffelemente, während diese auf dem Fördersystem weiterbewegt werden. Die Software Kuka.ConveyorTech stimmt dabei die Bewegungsabläufe des Roboters und der Produktionslinie aufeinander ab. Der Endkunde, ein großer Hersteller von Haushaltsgeräten, ist sehr zufrieden mit der Lösung von Qbig: Die Anlage ist jetzt viel produktiver und die Mitarbeitenden freuen sich über die Arbeitserleichterung.
Stand: 08.12.2025
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