Datensammler — Kopplung zwischen Feld und Datenbank

Windenergie zukunftssicher betreiben und managen

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Weiterverarbeitung der Daten

Direkt über VPN werden die Daten auf einem SQL-Server gespeichert, der aktuell in Deutschland, in Dauerthal steht. Gerade wird aber ein redundantes Netz in Frankreich aufgebaut, damit die Daten im Falle eines Fehlers nicht den „Umweg“ über Deutschland nehmen müssen. Das DSL in Frankreich ist zwar sehr stabil, trotzdem ist es nur eine Leitung. Wenn also diese einmal ausfällt, existieren keine Daten. Deswegen wird die Verbindung sorgfältig überprüft und beobachtet. Es handelt sich hier um keine Industrie-Anlage, bei der das normale Netzwerk „lebt“ und immer verfügbar ist. Es kann hin und wieder vorkommen, dass die Verbindung zum SQL Server abbricht.

„Das war auch einer der Anfangseffekte. Nachdem die Verbindung weg war, wurde sie vom echocollect nicht mehr automatisch aufgebaut. Die Entwickler von Inat haben aber sehr schnell reagiert. Die Anforderung wurde in das echocollect integriert und seit dem steht sie zur Verfügung.“

Die Werte werden sekündlich ausgelesen und aus den 60 Werten wird ein Mittelwert gebildet. Die importierten Daten werden von einer Software in der SQL-Datenbank gelesen und über das Leittechnik-Protokoll: IEC 60870-5-104 zum Netzwerk-Betreiber geschickt. Das Protokoll verwendet TCP/IP als Basisübertragungsprotokoll, somit werden die Daten über TCP/IP übertragen. Dort werden sie durch den Netzbetreiber entsprechend ausgewertet, mit Hilfe einer passenden Oberfläche, die speziell im Rahmen dieses Projektes entwickelt wurde.

In Zukunft alle Steuerungsfunktionen über IEC 61400-25

Das Ziel ist, dass sämtliche Steuerungsfunktionalitäten in einem Windpark zukünftig über die Norm IEC 61400-25 abgewickelt werden. Der Schwerpunkt dieser Norm ist die bibliothekgestützte Steuerung und die Überwachung von Anlagen.

„Zurzeit findet ein Umbruch statt. Wir stecken genau mitten drin und haben mit dem echocollect einen Fall von der konventionellen Anwendung abgedeckt. Mit Sicherheit würde es auch für andere Kundenschnittstellen gehen, z.B. wenn ein Anlagenhersteller einen nicht genormten OPC-Server für die Netzdatenerfassung bereitstellt. Für die nächste Zeit jedoch wird es so weiter laufen wie im Moment, nämlich dass die Kunden sich selbst Gedanken machen müssen, wie die Daten von den Anlagen gelesen und dann importiert werden sollen.“ – so Peters.

Windenergie ist kontrollierbar

Mit solchen Projekten beweist Enertrag, dass die Windenergie kontrollierbar ist. In der Zukunft wird immer mehr Leistung aus regenerativen Quellen produziert. Je höher der Anteil an Windkraft wird, umso höher deren Einspeisung und somit auch die Gefahr, dass Netze überlastet werden, wenn diese nicht regelbar ist. Mit dem §6 des EEG hat Deutschland darauf reagiert. Dann wird die Erfassung von Anlagen- und Netzdaten Grundlage für die Sicherheit des europäischen Stromnetzes. Durch den Einsatz von Inat echocollect wurde eine stabile Kopplung zwischen dem Feld und der Datenbank geschaffen, die genau diese Daten bereitstellt.

HMI Halle 9, Stand C33

Jörg Kubas, Key Account Manager und Vertriebsleiter Deutschland Nord; Sylvia Karsch, Marketing und PR; beide Inat

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