Erdölförderung in der Lüneburger Heide

Wirtschaftliche und zukunftssichere Modernisierung von Ölpumpenanlagen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Einfach handhabbare Modems

Eine hohe Versorgungssicherheit der Bevölkerung lässt sich nur erreichen, wenn die Anlagen möglichst ohne Unterbrechung fördern. Dies wird unter anderem durch die kompakten Stromversorgungen der Produktfamilie Quint Power sichergestellt, denn die Geräte liefern deutlich mehr als den Nennstrom. So werden schwierige Lasten durch die statische Leistungsreserve Power Boost mit dem bis zu 1,5-fachen Nennstrom gestartet. Um Standard-Leitungsschutzschalter magnetisch und damit schnell auslösen zu können, müssen die Stromversorgungen außerdem kurzfristig ein Vielfaches des Nennstroms bereitstellen können. Mit der Selective-Fuse-Breaking-Technology (SFB), dem bis zu sechsfachen Nennstrom für 12 ms, bietet Quint Power deshalb eine dynamische Leistungsreserve.

MSR-Signalleitungen und Datenübertragungsstrecken erweisen sich als sensibel gegenüber Störimpulsen und Überspannungen. Hier schaffen Überspannungsschutz-Komponenten von Phoenix Contact Abhilfe, die somit ebenfalls zu einer hohen Verfügbarkeit beitragen. RWE Dea verwendet in ihren Anwendungen MCR-Plugtrab PT.

Die Ölförder-Anlagen sind mit je einem SHDSL-Modem ausgerüstet, das der Überwachung, Visualisierung und dem Aufspielen von Programm-Updates dient. Dazu baut es eine sichere Verbindung zur Hauptverwaltung auf. Als Endgerät der Übertragungsstrecke ermittelt es automatisch die maximal mögliche Datenrate. Da das Modem wie ein Medienkonverter arbeitet, ist eine Netzwerk-Konfiguration und folglich speziell geschultes IT-Personal nicht erforderlich. Zwei DSL-Ports pro Gerät erlauben die Umsetzung sowohl einfacher Punkt-zu-Punkt-Verbindungen als auch von Sternstrukturen mit drei Geräten oder Linienstrukturen mit bis zu 256 Geräten. Die höchstmögliche Datenrate – 15,3 MBit/s im Zweidraht-Betrieb respektive 30 MBit/s im Vierdraht-Betrieb – wird maßgeblich durch die Leitungslänge und den Aderdurchmesser bestimmt. In der Praxis zeigt sich, dass die SHDSL-Modems Daten mit einer Übertragungsrate von 1,5 MBit/s sicher über eine Distanz bis zu 18 km weiterleiten.

Kostengünstige Visualisierung

In den Ölförderanlagen werden die benötigten Produktionsdaten über eine Web-Visualisierung dargestellt, für die keine Lizenzkosten anfallen. Das von RWE Dea genutzten Web-Panel verfügt standardmäßig über eine Ethernet-Schnittstelle, über die es sich in das Netzwerk integrieren lässt.

Das Gerät baut dann selbständig die Kommunikation zur Steuerung auf, wobei der Datenzugriff via HTML erfolgt. Die mit dem Web-Panel verbundene Kleinsteuerung ILC 170 ETH fungiert als Web-Server für die Datenverarbeitung und Visualisierung. Zur Erstellung der Visualisierungsseiten bietet Phoenix Contact die kostenfrei erhältliche Entwicklungsumgebung Webvisit an. Alle Daten werden über den in das Panel eingebauten Micro-Browser visualisiert. Zu diesem Zweck umfasst das Web-Panel, das per Touch-Screen bedienbar ist, ein TFT-Farbdisplay.

Im gesamten Projekt sorgen Reihenklemmen aus dem Clipline-Complete-Programm für kompakte und leistungsfähige elektrische Verbindungen. Die hochwertigen physikalischen Eigenschaften der Klemmen stellen eine lange und stabile Einsatzdauer sicher. Gleiches gilt für die Prüfungen und Zulassungen nach nationalen Standards und internationalen Normen, welche die hohe Qualität der Klemmen unterstreichen.

Die Mitarbeiter bei RWE Dea zeigen sich von der umfassenden Betreuung durch die Branchen-Fachleute von Phoenix Contact begeistert. So hat das Phoenix Contact Competence-Center beispielsweise einige komplexe und daher anspruchsvolle Regelbausteine für den Förderbetrieb Niedersachsen entwickelt. Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Experten beider Unternehmen von der qualifizierten Zusammenarbeit profitiert haben, die zu einer modernen Automatisierungslösung geführt hat.

Lahcen Damou, Industriemanagement Prozesstechnik , Phoenix Contact, Blomberg

(ID:376462)