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Erdölförderung in der Lüneburger Heide Wirtschaftliche und zukunftssichere Modernisierung von Ölpumpenanlagen

| Autor / Redakteur: Lahcen Damou / Ines Stotz

Da ihre niedersächsischen Stationen zu Förderung von Erdöl modernisiert werden mussten, suchte RWE Dea nach einer robusten und wirtschaftlichen Automatisierungslösung. Kleinsteuerungen, Web Panels, Modems, Stromversorgungen, Überspannungsschutz und Reihenklemmen von Phoenix Contact tragen nun zum zuverlässigen Betrieb der Anlagen bei.

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Erdölförderung in der Lüneburger Heide
Erdölförderung in der Lüneburger Heide
( Archiv: Vogel Business Media )

Als international aufgestelltes Unternehmen ist die RWE Dea durch ihr Engagement in der Förderung und Aufbereitung von Erdgas und Erdöl bekannt. Die Tochtergesellschaft des weltweit tätigen RWE-Konzerns verfügt über eine mehr als 110-jährige Erfahrung bei der Ergründung und Erschließung beider Rohstoffe. 2009 wurden 2,9 Mrd. Kubikmeter Erdgas gefördert, davon 2,1 Mrd. Kubikmeter in Deutschland. Im gleichen Zeitraum betrug die Fördermenge an Erdöl 2,3 Mio. Kubikmeter, von denen 0,9 Mio. Kubikmeter auf deutsche Standorte entfielen. Dabei ist Niedersachsen das Zentrum der deutschen Erdgasgewinnung. Über 95 Prozent des inländischen Erdgases stammen aus diesem Gebiet, das sich auf die Region zwischen Elbe und Weser erstreckt und einen Umkreis von über 80 km umfasst. In der Spitze werden etwa acht Mio. Kubikmeter Erdgas pro Tag gefördert.

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Der Förderbetrieb Niedersachsen beschäftigt 65 Mitarbeiter, die für die Überwachung, Wartung und Instandhaltung aller oberirdischen Anlagen zuständig sind. Sämtliche Bohrungen, Leitungen und Stationen werden von einer zentralen, rund um die Uhr besetzten Messwarte aus kontrolliert und gesteuert. Die Mitarbeiter stehen via Mobiltelefon ständig in Kontakt mit der Messwarte, sodass sie im Störungsfall schnell vor Ort sein und so die Verfügbarkeit der Anlagen erhöhen können. RWE Dea entwickelt die vorhandenen Erdgasfelder konsequent weiter und intensiviert die Suche nach neuen Lagerstätten. Es ist also davon auszugehen, dass der Förderbetrieb Niedersachsen noch lange einen wichtigen Beitrag zur deutschen Energieversorgung leisten wird. Abgesehen von der Versorgungssicherheit der Bevölkerung hat stets der Schutz der Umwelt oberste Priorität.

Hochkommunikative Kleinsteuerungen

In Niedersachsen wird jedoch nicht nur Erdgas, sondern auch Erdöl gefördert – und zwar unweit der Lüneburger Heide. Die Steuerung der Förderanlagen (Tauchkreiselpumpen) erfolgte bislang über Relais, Dioden sowie konventionelle Regler und Logikbausteine. Der Weiterbetrieb der Anlagen mit dieser Technik erwies sich allerdings von Tag zu Tag als schwieriger, weil insbesondere die Logikbausteine nicht mehr am Markt erhältlich waren. Vor diesem Hintergrund forschten die Verantwortlichen nach einer neuen wirtschaftlichen und zuverlässigen Automatisierungslösung. Zukünftig sollten die Anlagen durch eine kleine, leistungsfähige SPS gesteuert werden. Außer einem guten Preis-/Leistungsverhältnis umfasste der Anforderungskatalog die Unterstützung des IEC61131-Standards, einen erweiterten Temperaturbereich, moderne standardisierte Schnittstellen sowie die Option der Fernwartung.

Nach umfänglicher Marktrecherche fiel die Wahl der Verantwortlichen auf die Kleinsteuerung ILC 170 ETH der 100er Leistungsklasse von Phoenix Contact. Der Inline Controller lässt sich mit der kostenfrei verfügbaren Entwicklungsumgebung PC Worx Express programmieren. Aufgrund des reduzierten Funktionsumfangs gestaltet sich die Programmerstellung einfach. Der ILC 170 ETH zeichnet sich zudem durch einen integrierten Web- und FTP-Server sowie die Anbindung an OPC-basierte Visualisierungslösungen aus. Darüber hinaus kann die Steuerung in Kombination mit einer SQL-Bibliothek eine direkte Verbindung zu einer SQL-Datenbank im Unternehmensnetzwerk aufbauen, um beispielsweise Betriebsdaten zu verwalten oder aufzuzeichnen. Neben dem ILC 170 ETH, der zwei Ethernet-Ports und einen steckbaren Parametrierungsspeicher beinhaltet, setzt der Förderbetrieb Niedersachsen auch Stromversorgungen, Überspannungsschutzgeräte, Fernwartungs-Modems und Reihenklemmen aus dem Clipline-Complete-Programm von Phoenix Contact ein. Sämtliche Komponenten und Systeme sind dabei optimal aufeinander abgestimmt.

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