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Remote Work 5 Tipps für die Arbeit im Homeoffice

Autor: Katharina Juschkat

Die aktuelle Lage zwingt viele Mitarbeiter ins Homeoffice – fast die Hälfte aller Arbeitnehmer arbeitet inzwischen von zuhause. Wir geben Tipps, wie das am Besten gelingen kann.

Arbeiten von zuhause ist für viele eine Umstellung – wie man sich am besten darauf vorbereitet, zeigt unser Artikel.
Arbeiten von zuhause ist für viele eine Umstellung – wie man sich am besten darauf vorbereitet, zeigt unser Artikel.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Fast jeder Zweite (49 Prozent) arbeitet mittlerweile im Homeoffice – neu ist das für 18 Prozent aller Arbeitnehmer, so eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom (Stand: 11. bis 15. März 2020). 41 Prozent der Befragten wiederum gaben an, dass ihre Tätigkeit grundsätzlich kein Homeoffice zulasse. Für viele ist die dauerhafte Arbeit im Homeoffice eine enorme Umstellung. Wir geben Tipps, wie das gelingen kann.

1. Ergonomischen Arbeitsplatz einrichten

Auch im Homeoffice gilt: Der Arbeitsplatz muss ergonomisch eingerichtet sein, um Rückenschmerzen und andere Beschwerden zu vermeiden. Natürlich haben die wenigsten einen ergonomischen Steh-Sitz-Schreibtisch daheim (unsere aktuelle Marktübersicht zu Steh-Sitz-Tischen), aber auch diese einfachen Tipps helfen schon, den Arbeitsplatz ergonomischer zu gestalten:

  • 1. Der Monitor sollte mindestens eine Armlänge entfernt platziert sein. Denn ist der Bildschirm zu nah, ist die Körperhaltung oft verkrampft. Gerade im Schulter- und Nackenbereich kommt es dadurch zu Verspannungen. Je weiter der Monitor weg ist, desto entspannter für Oberkörper und Augen.
  • 2. Die Höhe des Monitors sollte so eingestellt sein, dass der Blick darauf schräg nach unten fällt - der Kopf ist leicht nach unten geneigt. Damit ist der Nacken entlastet, die Augen werden weniger angestrengt.
  • 3. Tastatur und Maus sollten so platziert sein, dass die Ellenbogen stets auf gleicher Höhe sind. So wird der Oberkörper nicht permanent einseitig belastet, das beugt Verkrampfungen und Disharmonien in der Schulter-, Rücken- und Nackenmuskulatur vor.
  • 4. Handauflagen verhindern das Abknicken der Hände bei der Bedienung der Maus. Dann werden Gelenke, Sehnen und Nerven von der Hand bis zum Ellenbogen geschont und Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom oder Golferarm vorgebeugt.
  • 6. Das Becken sollte leicht gekippt werden - ergonomische Stühle und Sitzkissen helfen dabei. So bleibt der untere Rücken in seiner natürlichen Haltung; Bandscheiben und Muskulatur werden entlastet.
  • 7. Die Füße sollten fest und möglichst parallel zueinander auf dem Boden platziert werden. Der Körper nimmt automatisch eine gesündere Haltung ein, die Belastung wird - im Gegensatz zum Sitz mit übergeschlagenem Bein - gleichmäßig auf beide Körperhälften verteilt.

2. Privatleben vom Arbeitsleben klar trennen

Im Homeoffice kann die Ablenkung groß sein: Sei es durch den Haushalt, die Kinder oder Haustiere. Wichtig ist, sich selbst und der Familie klare Grenzen zu setzen und sich feste Arbeitszeiten zu legen. Es hilft auch, nach Möglichkeit einen Rückzugsort einzurichten, in dem man die Türe schließen und für sich sein kann. Auch wenn das in so mancher Mietwohnung schwierig wird – zumindest sollte man es vermeiden, im Schlafzimmer zu arbeiten – das kann den Schlaf negativ beeinflussen.

Durch die ständige Ablenkung im Homeoffice kann es auch schwerfallen, produktiv durch den Tag zu kommen. Hier hilft es, sich klare und realistische Ziele zu setzen und wichtige von unwichtigeren Aufgaben zu unterscheiden.

Auch motiviert es, sich selbst einen festen Tagesablauf zu setzen und sich wie im Büro zu kleiden. Denn die Jogginghose lädt zum Lümmeln auf der Couch ein, nicht aber zum konzentrierten Arbeiten am PC. Um den Start in den Tag einfacher zu gestalten, kann man beispielse mit einem selbstgebrühten Kaffee eine Runde um den Block laufen. Damit setzt man sich einen klaren Anfangspunkt. Auch ein Schlussritual ist wichtig, um am Ende des Tages von der Arbeit wieder abzuschalten.

3. Reden, reden, reden

Die Kommunikation mit Kollegen ist das A und O. Wir sitzen zur Zeit alle im gleichen Boot und sollten uns solidarisch miteinander zeigen. Viele Anwendungen wie Microsoft Teams erlauben eine schnelle Kommunikation mit Kollegen, auch via Video. Ein kurzer Guten-Morgen-Gruß an alle, wie er auch im Büro üblich wäre, stärkt das Gemeinschaftsgefühl, nicht alleine zu arbeiten. Auch können Chefs zu einer Freitag-Nachmittag-Happy-Hour einladen, bei der man sich noch einmal via Videokonferenz trifft und sich austauscht.

Meetings lassen sich heutzutage zum Glück erstaunlich gut virtuell umsetzen. Dass jeder auf dem aktuellen Stand der Technik ist, ist aber eine wichtige Voraussetzung, um niemanden abzuhängen. Gerade älteren Kollegen fällt es häufig schwerer, digital zu kommunizieren – eine einfache und verständnisvolle Hilfe ist hier wichtig. Ansonsten gelten bei Online-Meetings ähnliche Regeln wie offline: Strukturiert, zielführend und nicht zu lang. Damit nicht alle durcheinander reden, sollte ein Wortführer das Meeting leiten und alle Teilnehmer ihre Mikros stumm schalten, bis sie eine Frage haben. Auch ein zusätzlicher Chat kann helfen, Fragen zu sammeln.

4. IT-Ausstattung und Datenschutz

In Punkto Datenschutz gelten ähnliche strenge Regeln wie im Büro – ein Arbeitsplatz bleibt ein Arbeitsplatz. Der Austausch von sensiblen Daten sollte über ein virtuelles, privates Netzwerk (VPN) erfolgen, das von der IT-Abteilung bereitgestellt werden sollte. Damit erfolgt zum einen ein sicherer Datenaustausch, und zum anderen können die Mitarbeiter z.B. auf das Intranet zugreifen, das normalerweise nur im Firmennetzwerk verfügbar ist.

Gestattet der Arbeitgeber die Arbeit von zuhause, so hat er auch Sorge zu tragen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit notwendigen technischen Geräten auszustatten oder ihnen den Zugriff mit Privatgeräten zu erlauben.

5. Ausreichend Bewegung, auch im Homeoffice

Wer im Homeoffice arbeitet, hat oft das Problem, sich kaum mehr zu bewegen. An manchen Tagen läuft man gerade mal zwischen Bett, Schreibtisch und Küche hin und her. Bewegungsmangel ist nicht nur ungesund, sondern drückt auch aufs Gemüt - deshalb sollte man auch im Homeoffice auf genügend Bewegung achten.

Wie im Büro gilt auch im Homeoffice: Bewegung zwischendurch hilft. Kleine Übungen können den Arbeitsalltag auflockern. Von Vorteil ist sogar, dass man daheim besser ein kleines Workout einbauen kann – sei es gleich in der Früh oder zur Mittagspause. Apps oder Online-Programme können helfen, Übungen zu finden. Und zuguterletzt hilft es auch, Mittags eine Runde spazieren zu gehen.

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Über den Autor

 Katharina Juschkat

Katharina Juschkat

Redakteurin, Vogel Communications Group