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Welt-Roboter-Report Absatz von Service-Robotern steigt bis 2019 an

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der Absatz von Service-Robotern für professionelle Anwendungen ist 2015 um 25 Prozent gestiegen, für 2016 bis 2019 wird mit einer weiterhin stark dynamischen Nachfrage gerechnet. Das sind Ergebnisse des Welt-Roboter-Reports „Service-Roboter“, die von der IFR veröffentlicht wurden. Weitere Ergebnisse lesen Sie hier.

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Der UV-Desinfektionsroboter ist ein Putzroboter für Krankenhäuser und Fabriken. Der UV-DR tötet 99.9% aller Microorganismen und bewegt sich eigenständig und sicher durch die Hallen.
Der UV-Desinfektionsroboter ist ein Putzroboter für Krankenhäuser und Fabriken. Der UV-DR tötet 99.9% aller Microorganismen und bewegt sich eigenständig und sicher durch die Hallen.
(Bild: Blue Ocean Robotics)

„Die Nachfrage nach Service-Robotern steht vor einem historischen Durchbruch”, sagt Joe Gemma, President of the International Federation of Robotics (IFR). „Neben das bereits etablierte Geschäft mit professionellen Service-Robotern tritt verstärkt das Verbrauchersegment – vom Haushaltsroboter bis zum technischen Unterhaltungskünstler. Insgesamt sind die Wachstumsprognosen für privat genutzte und auch professionelle Service-Roboter ausgezeichnet.“

Professionelle Service-Roboter

Im Geschäft mit professionellen Service-Robotern liegen beim Verkaufswert die Medizin-Roboter vor den Landwirtschafts-Robotern und den Logistik-Robotern. In allen drei Top-Segmenten ist im Prognosezeitraum 2016 bis 2019 mit großer Wachstumsdynamik zu rechnen: Im Medizinsegment mit den großen Einsatzgebieten bei Diagnose, Operationsassistenz und Reha steigt der Verkaufswert voraussichtlich auf 7,2 Milliarden US-Dollar. In der Landwirtschaft – allen voran die Melk-Roboter – ist mit einem Plus auf 5,7 Milliarden US-Dollar zu rechnen.

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Bei den Logistik-Systemen, mit dem großen Anteil an Automated Guided Vehicels (AGV), legt der Verkaufswert voraussichtlich auf 5,3 Milliarden US-Dollar zu. Die Nachfrage in der Logistik hat sich von 2014 auf 2015 bereits enorm entwickelt. Die Zahl der abgesetzten Einheiten stieg um 50 Prozent auf 19.000 Stück. Der Verkaufswert kletterte im selben Zeitraum um 52 Prozent auf 779 Millionen Dollar. Mit Fokus auf die Hersteller interessant: 81 Prozent der logistischen Systeme werden in den USA produziert – nur 11 Prozent in Asien und 8 Prozent in Europa. Die Gesamtprognose für alle professionellen Service-Roboter zusammengenommen ist positiv: Der Verkauf der rund 333.000 neuen Einheiten soll von 2016 bis 2019 auf einen Gesamtwert von 23 Milliarden US-Dollar steigen.

Private Service-Roboter

Ein Verkaufswert in vergleichbarer Größenordnung zeichnet sich für das Geschäft mit privaten Service-Robotern ab. Die rund 42 Millionen prognostizierten Einheiten sollen zusammengenommen rund 22 Milliarden US-Dollar erzielen (von 2016 bis 2019). Aufgeschlüsselt nach Einsatzgebieten bilden die Haushalts-Roboter sowohl nach Anzahl der verkauften Einheiten als auch beim Marktwert das größte Segment. 2015 wurden bereits 3,7 Millionen dieses Typs abgesetzt (Staubsauger, Rasenmäher, Fensterputzer) – ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das laufende Kalenderjahr bis 2019 verspricht einen Absatzboom auf rund 31 Millionen verkaufte Einheiten. Der Erlös klettert in diesem Zeitraum auf 13 Milliarden US-Dollar. Ebenfalls stark entwickelt sich das Geschäft mit Unterhaltungs-Robotern. Hier gab es von 2014 auf 2015 bei den verkauften Einheiten einen Sprung um 29 Prozent auf rund 1,7 Millionen Einheiten. Vor allem Spielzeug- und Hobby-Roboter erfreuen sich hier bei den Verbrauchern großer Beliebtheit. Auf insgesamt 11 Millionen Einheiten soll sich das gesamte Segment der Prognose zufolge bis 2019 steigern. Der Verkaufswert summiert sich bis dahin auf rund 9 Milliarden US-Dollar.

Ausblick – Wie sich die Start-up-Szene entwickelt

Die Service-Robotik wird derzeit von europäischen (43 Prozent) und nordamerikanischen Herstellern (37 Prozent) dominiert. Knapp 20 Prozent stammen aus Asien. Interessant in diesem vergleichsweise neuen Marktsegment ist die Frage, wie sich die Start-up-Szene entwickelt. Bei den rund 620 erfassten Firmen haben die USA mit knapp 10 Prozent aller Start-ups die Nase vorne. (kj)

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