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Energierückgewinnung Abwärmeatlas soll als Handbuch für die Industrie dienen

| Redakteur: Carina Schipper

Am Thema Energieeffizienz kommt fast niemand mehr vorbei. Auch die Industrie nicht. Das Nutzen von Abwärme aus Produktions- und Energiewandlungsprozessen spart Energie. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „Abwärmeatlas“ des Fraunhofer IPM setzt sich mit der Abwärmenutzung in ausgewählten Branchen der Industrie auseinander.

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Die Forschungsarbeit soll Handlungsmaßnahmen und Empfehlungen für die Anwender in der Industrie beinhalten.
Die Forschungsarbeit soll Handlungsmaßnahmen und Empfehlungen für die Anwender in der Industrie beinhalten.
(Bild: Österreichs Energie, CC BY-ND 2.0, flickr.com)

Die deutsche Industrie produziert ein großes Abwärmeaufkommen - ein enormes Potential zur effizienteren Energienutzung, weiß das Fraunhofer Institut für Physikalische Messtechnik IPM. Das bis jetzt vorhandene Datenmaterial reicht allerdings nicht für eine detaillierte Analyse des Abwärmeaufkommens sowie der damit verbundenen Nutzungsmöglichkeiten aus. Die Wissenschaftler wollen ein besseres Fundament für eine effiziente Nutzung von Energie in der Industrie aufbauen. Sie tragen Informationen aus ganz Deutschland zusammen und bewerten diese.

Am Abwärmeatlas beteiligen sich auch das Institut für Zukunfts-Energie-Systeme IZES und das Institut für Demoskopie Allensbach. Gemeinsam überprüfen die Projektpartner verschiedene Werte durch Vor-Ort-Messungen und nehmen Befragungen vor. Zusätzlich untersuchen die Experten verschiedene Technologien zur Abwärmenutzung in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit und ihren aktuellen Forschungsbedarf, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Forschungsprojekt „Abwärmeatlas: Erhebung, Abschätzung und Evaluierung von industrieller Abwärme in Deutschland – Potentiale und Forschungsbedarf“ soll Abwärmetechnologien vorstellen, über sie informieren und die Unternehmen dabei unterstützen vorhandene Potenziale richtig einzuschätzen. Damit bietet die Arbeit Handlungsmaßnahmen und Empfehlungen für die Anwender in der Industrie. Das Statistische Bundesamt und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bringen sich ebenfalls als assoziierte Partner ein. Das Forschungsprojekt erhält einen Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI). Hinter der Analyse steht als Projektträger das Forschungszentrum Jülich (PtJ).

Bildquelle: Österreichs Energie, CC BY-ND 2.0, flickr.com

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