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Stellen denn die unterschiedlichen Betrachtungsweisen aus US-Sicht und aus der europäisch-deutschen Brille keinen Widerspruch dar?
Da gibt es schon Unterschiede. Aus deutscher Sicht ist wohl schwer verständlich, warum das meist-verkaufte US Fahrzeug der Ford F150 ist. Auf der andren Seite verstehen meine amerikanischen Landsleute nicht, warum man in einem so kleinen Land wie Deutschland unbedingt so schnell fahren muss. Grundsätzlich sind die Märkte groß genug, dass es sicherlich genug Raum für unterschiedliche Lösungen gibt. Wichtig für ein Unternehmen mit globalem Anspruch ist lediglich, offen auf lokale Anforderungen reagieren zu können. Letztendlich werden sich die passenden Ansätze am lokalen Markt doch durchsetzen.
Das gleiche gilt natürlich auch für den asiatischen Raum, der wieder etwas andere Anforderungen an uns stellt. Um diesen vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, bieten wir zum Beispiel RFID Systeme mit Profinet und Profibus sowie Ethernet/IP, Devicenet und CC-Link an.
Glauben Sie beim Thema vernetzte Industrie, dass wir eher von den Amerikanern oder die Amerikaner von Europa profitieren werden?
Persönlich halte ich den europäischen Ansatz für umfangreicher, was natürlich auch als theoretischer gewertet werden kann. Als in den USA lebender Deutscher und oft in Deutschland arbeitender Amerikaner denke ich jedoch, dass der US-Ansatz das Potential hat, schneller zum Ziel zu führen. Wie schon oben beschrieben, glaube ich, dass die Anlagennutzer, wie Instandhalter, mittlere Manager und Ingenieure, recht bald verlangen werden, bessere Daten und mehr Informationen über ihre Anlagen zu erhalten; insbesondere auch dann, wenn sie nicht arbeiten. Hier glaube ich, dass die Einstellung zur Arbeitszeit/Freizeit Druck auf die Maschinenbauer erzeugen wird.
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