Interview: Weidmüller Applikationsspezifische Lösungen als Standard

Redakteur: Ines Stotz

Gerade hat Weidmüller seine Abteilungen OEM und Kundenspezifische Lösungen zum neuen Geschäftsfeld Applikationsspezifische Lösungen zusammengeführt. Klaus Holterhoff, der Leiter des neuen Geschäftsfelds, erklärt im Gespräch die Hintergründe, das Konzept und die Vorteile dieser Neuausrichtung.

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Herr Holterhoff, die Abteilungen OEM und KSL wurden gerade zu dem neuen Geschäftsfeld Applikationsspezifische Lösungen, kurz AS, zusammengeführt. Welche Gründe verbergen sich hinter dieser Entscheidung?

OEM und KSL sind Lösungsfindungsbereiche, die sich autark entwickelt haben und bisher getrennt waren. Im Gegensatz zu den Standardportfolien bieten beide traditionell Kreativlösungen an, die auf das jeweils aktuelle Problem des Kunden abgestimmt sind. OEM geht dabei mit sehr hohem Projektleitungs- und Entwicklungsaufwand vor. Die KSL auf der anderen Seite hat bislang auf Basis bestimmter Kundenwünsche Komponenten neu zusammengeführt, um sie dann als ganzheitliche Lösung für den Kunden auszuliefern. Betrachtet man diese Leistungen, kommt man schnell zu dem Schluss, dass die zwei Bereiche aus Kundensicht im Grunde genommen das Gleiche anbieten: passgenaue Lösungen für individuelle Bedarfe. Der wesentliche Grund für die Zusammenführung besteht daher darin, dem Kunden ein einheitliches und stimmiges Gesamtangebot für den gleichen Geschäftsansatz zu bieten. Wichtig war uns auch die Nutzung von Synergieeffekten, zum Beispiel durch ein einheitliches Marketing sowie durch die Harmonisierung von Abläufen wie Produktentwicklung oder Qualitätssicherung.