Roboter

Autonome Roboter fürs Weltall und für Produktionshallen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Um Menschen bei gefährlichen Arbeiten im Weltall zu entlasten, könnten zukünftig teilautonome Roboter helfen, die vom Verhalten der Menschen lernen.
Um Menschen bei gefährlichen Arbeiten im Weltall zu entlasten, könnten zukünftig teilautonome Roboter helfen, die vom Verhalten der Menschen lernen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Roboter so zu konstruieren, dass sie flexibel, (teil-)autonom und feinfühlig arbeiten können, daran arbeitet das gerade gestartete Projekt Transfit. Das Besondere: Die Roboter sollen sowohl im Weltall als auch in Industriebereichen eingesetzt werden können.

Das Projekt Transfit will Robotersysteme entwickeln, die den Infrastrukturaufbau im Weltraum ermöglichen, aber auch im Bereich Industrie 4.0 eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht der Einsatz für (teil-)autonome Anwendungen bei Weltraummissionen. Ausgehend von den Ergebnissen im DFKI-Transferprojekt Transterra, das die Exploration und Logistik für den Aufbau von Infrastruktur auf fremden Planeten untersuchte, liegt in Transfit nun der Fokus auf dem Aufbau selbst. Das Projekt ist Teil der DFKI Space-Roadmap, die Grundlagen für autonome Systeme für die extraterrestrische Expedition schaffen will. Außerdem sollen die Forschungsergebnisse auf terrestrische Anwendungen übertragbar sein, vor allem im Bereich Industrie 4.0.

Roboter und Astronaut arbeiten eng zusammen

Roboter sollen dabei helfen, eines Tages extraterrestrische Infrastruktur aufzubauen. Daran forscht zur Zeit das Projekt Transfit.
Roboter sollen dabei helfen, eines Tages extraterrestrische Infrastruktur aufzubauen. Daran forscht zur Zeit das Projekt Transfit. (Bild: DFKI GmbH, Meltem Yilmaz)

Um bei bemannten Missionen, bei denen sich Astronauten auf Planeten, Monden oder Asteroiden aufhalten, den Menschen nicht zu gefährden, sind Roboter etwa beim Aufbau stationärer Lager, Unterständen und Laboren sinnvoll. Da Roboter komplexe Aufgaben jedoch nur bedingt autonom lösen und sich auch nur bedingt flexibel verhalten können, muss er eng mit dem Astronauten zusammenarbeiten.

Deshalb arbeitet das Projekt vor allem an einem Kooperationsszenario von Astronaut und Roboter, die gemeinsam eine Infrastruktur aufbauen. Dabei sollen sie nach dem Prinzip der „Sliding Autonomie” unterschiedlich stark interagieren, von reiner Teleoperation über Teleoperation mit teilautonomen Funktionen und Autonomie mit „Operator in the Loop” bis hin zu kompletter Autonomie. Dabei geht es nicht nur um eine sinnvolle Aufgabenteilung, sondern auch darum, dass der Roboter aus der Unterstützung durch den Menschen lernt, um immer autonomer agieren und seine Einsetzbarkeit und Anpassbarkeit an die speziellen Anforderungen optimieren kann.

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