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Überwachungsrelais mit IO-Link-Anschluss

Bidirektionale Kommunikation für die Steuerung und Überwachung von Maschinen und Anlagen

| Autor/ Redakteur: Christian Knorr / Ines Stotz

Überwachungsrelais sorgen heute – autark und zuverlässig — für eine reibungslose Fertigung. Neue Varianten für den offenen Standard IO-Link ermöglichen nun die direkte Kommunikation mit einer Steuerung – etwa für die ständige Übertragung ihrer Messwerte oder Diagnosedaten zur zentralen Verarbeitung. Auch die Parametrierung der Relais kann jetzt bequem PC-gestützt erfolgen.

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Die lokal am Überwachungsrelais angezeigten Messwerte stehen dem Anwender mit IO-Link nun auch in übergeordneten Steuerungen zur Verfügung, um sie dort zu archivieren, Trendverläufe auszuwerten oder eine Regelung der überwachten Applikation durchzuführen. Die Parametrierung der Überwachungsrelais ist lokal oder komfortabel z.B. PC-gestützt möglich, bei einem Gerätetausch erfolgt die Neuparametrierung automatisch.
Die lokal am Überwachungsrelais angezeigten Messwerte stehen dem Anwender mit IO-Link nun auch in übergeordneten Steuerungen zur Verfügung, um sie dort zu archivieren, Trendverläufe auszuwerten oder eine Regelung der überwachten Applikation durchzuführen. Die Parametrierung der Überwachungsrelais ist lokal oder komfortabel z.B. PC-gestützt möglich, bei einem Gerätetausch erfolgt die Neuparametrierung automatisch.
( Archiv: Vogel Business Media )

Überwachungsrelais werden heute in allen Bereichen der Industrieautomation eingesetzt: Sie überwachen Drehstromnetze ebenso wie Gleichspannungen, ermöglichen durch die Überwachung des Strombedarfs direkte Rückschlüsse auf die gesamte Maschine oder Anlage und sorgen durch Drehzahl- oder Temperaturüberwachung für einen reibungslosen Betrieb.

So sind auch die Überwachungsrelais 3UG4 für elektrische und mechanische Größen aus der Sirius-Reihe von Siemens ebenso wie die Temperatur-Überwachungsrelais 3RS1 bereits seit vielen Jahren für zahlreiche Anwender zuverlässige Geräte für die Überwachung der Betriebsbereitschaft und des laufenden Anlagenbetriebs.

Durch das integrierte Display gestaltet sich die Inbetriebnahme der Sirius-Überwachungsrelais sehr einfach, denn einerseits wird der Anwender mit Hilfe eines Menüs durch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten geführt, andererseits ermöglicht die Anzeige der aktuellen Messwerte eine gezielte Einstellung der gewünschten Schaltschwellen, ohne auf theoretische Werte wie Motornennströme oder Leistungsfaktoren vertrauen zu müssen. Im laufenden Betrieb erlaubt die Anzeige der aktuellen Messwerte eine schnelle Kontrolle des Anlagenzustands und im Fehlerfall hilft die Anzeige der Auslöseursache beim schnellen Finden und Beheben der Störung.

Lokale Anzeige weckt Wunsch nach mehr

Trotz der von einer Steuerung unabhängigen Funktionsweise der Überwachungsrelais wünschten sich viele Anwender, die lokal am Relais angezeigten Messwerte auch in der Steuerung zur Verfügung zu haben, um sie dort zu archivieren, Trendverläufe auszuwerten oder eine Regelung der überwachten Applikation durchzuführen. Der Wunsch, zu diesem Zweck die bereits vorhandene Sensorik der Überwachungsrelais zu nutzen, ist naheliegend in Anbetracht der Kosten, die zusätzliche Messsensoren und Analogwandler zur analogen Übertragung der Messwerte an die Steuerung verursachen.

Siemens hat nun auf diesen Wunsch reagiert und bietet mit den neuen Überwachungsrelais 3UG48 für IO-Link sowie den Temperaturüberwachungsrelais 3RS14/15 für IO-Link für die meisten Überwachungsfunktionen eine Variante mit integriertem IO-Link-Anschluss an. Die Übertragung der Messwerte über den offenen Kommunikationsstandard IO-Link eröffnet nun Möglichkeiten, die weit über die bekannte Analogwertübertragung hinausgehen.

Zum Einen können zusätzliche Messwerte oder berechnete Werte übertragen werden, die das Überwachungsrelais selbst zwar berechnet und intern verwendet, aber nicht am Display anzeigt. Zum Anderen kann die Parametrierung der Überwachungsrelais – zusätzlich zur weiterhin möglichen lokalen Einstellung – sehr komfortabel beispielsweise während der Inbetriebsetzung von einem PC aus oder im laufenden Betrieb über ein Touch-Panel an der Maschine erfolgen. Eine einmal vorgenommene Parametrierung lässt sich beliebig oft auf andere Überwachungsrelais übertragen; ebenso lässt sich eine später am Überwachungsrelais vorgenommene Parameteränderung durch die SPS einlesen. So wird die Anlagendokumentation ständig auf dem aktuellen Stand gehalten. Die bislang nur vor Ort sichtbaren Diagnosehinweise der Überwachungsrelais stehen damit auch detailliert in der überlagerten Steuerung zur Verfügung.

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