Automatica 2012 Bildverarbeitung geht in die 3. Dimension
Die industrielle Bildverarbeitung erfüllt immer komplexere Aufgaben, wird aber gleichzeitig einfacher anwendbar. Für weiteren Aufschwung sollen die dreidimensionalen Technologien sorgen. Davon können sich Besucher der Automatica überzeugen.
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Nachdem die industrielle Bildverarbeitung (IBV) viele Jahre erfolgreich im zweidimensionalen Bereich zu Hause war, erweitert sich ihre Welt um eine Dimension. 3D-Bildverarbeitung wird zunehmend von den wichtigen Automatisierungstreibern Automobilindustrie, Halbleiterfertigung und Robotik gefordert. Ein dreidimensional sehender Roboter kann eben flexibler mit seiner Umwelt interagieren, als das zweidimensional möglich wäre, und das Volumen von Ball-Grid-Arrays auf Leiterplatten oder von Keksen und anderen Lebensmitteln kann nur mit 3D-Daten bestimmt werden. Auch die Personendetektion funktioniert am besten dreidimensional. Viele weitere neue Anwendungsmöglichkeiten sind mit dem Einsatz von 3D-Systemen verbunden, so dass sich die Anbieter industrieller Bildverarbeitung davon einen weiteren Wachstumsschub erwarten.
Patrick Schwarzkopf, Leiter der VDMA Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung, beobachtet die Entwicklung seiner Branche und speziell das Geschehen im 3D-Bereich sehr genau. Er berichtet: „Im Komponentenbereich, zum Beispiel bei den Kameras, sehen wir immer kleinere Bauformen bei hoher Auflösung und geringerer Leistungsaufnahme.“ Eine Veränderung erkennt er auch im Bereich der Beleuchtung: „Noch bewegt sie sich stark im Bereich des sichtbaren Lichts, jedoch nutzen bereits viele neue Anwendungen das ultraviolette oder infrarote Spektrum. So können Bildverarbeitungssysteme unbeeinträchtigt vom Umgebungslicht zuverlässig arbeiten."
30 Bildverarbeitungs-Spezialisten auf der Automatica
Diese Entwicklungen lassen sich auf der Automatica 2012 nachvollziehen. Dort präsentieren technologieführende Unternehmen vom 22. bis 25. Mai ihre Neuheiten – für die Automatica 2012 sind bereits knapp 30 Unternehmen aus dem Bereich Bildverarbeitung angemeldet. Zusätzlich werden auf dem Automatica Forum in Vorträgen aktuelle Trends vorgestellt und deren Praxistauglichkeit diskutiert.
Sensoren für die In-Line-Messtechnik
Die Automobilindustrie ist in der Bildverarbeitung ein wesentlicher Innovationstreiber. Sie fordert häufig eine exakte 3D-Vermessung – in vielen Fällen in den Prozess integriert – denn bei der Produktion hochwertiger Fahrzeuge gilt es neue und komplexe Prozessketten optimal miteinander zu verzahnen. Moderne, hochgenaue 3D-In-Line-Messtechnik erlaubt heute die schnelle, prozessoptimale Durchführung unterschiedlichster Messaufgaben an der Rohkarosse direkt im Prozess. Der Vorteil: Die gewonnenen Messdaten können direkt für die Qualitätsoptimierung in der Produktion genutzt werden. Eine solche In-Line-Implementierung in derart komplexem Umfeld ist gewissermaßen die Königsklasse der Bildverarbeitung. Dazu ist ein IBV-Partner erforderlich, der über viel Erfahrung verfügt und am besten einen intelligenten Werkzeugkasten aus In-Line-Messtechnik und In-Prozess-Analysesoftware zur Verfügung stellen kann.
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