Welthandel

Chinas globaler Lithium-Feldzug

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Chinesische Investoren haben auch hier schnell gehandelt: Simbabwes größte Lithium-Mine Bikita ist in den Händen des Großkonzerns Sinomine. Das chinesische Unternehmen Zhejiang Huayou Cobalt besitzt Kontrollrechte für Simbabwes zweitgrößte Lithium-Grube, Arcadia.

Mehr Wertschöpfung vor Ort

„Chinesische Investoren haben in den letzten drei Jahren schätzungsweise zehn Milliarden US-Dollar oder mehr in Lithiumprojekte in Simbabwe investiert oder verplant“, sagt Clinton Pavlovic, Analyst der internationalen Großkanzlei Hogan Lovells.

Da Simbabwe auch reiche Vorkommen an anderen für die Entwicklung von E-Fahrzeugen notwendigen Rohstoffen habe, etwa Kobalt, Mangan, Nickel und Graphit, sei das Land umso interessanter für Investoren. Das ändere sich auch nicht durch Simbabwes im Dezember erlassenes Exportverbot für Roh-Lithium – von dem ausländische Unternehmen, die schon vor Ort sind, allerdings ausgenommen sind.

Andere Länder Afrikas wollen Investoren ebenso verpflichten, Rohstoffe vor Ort zu verarbeiten, um einen größeren Anteil der Gewinne im Land zu behalten. Auch in Nigeria kontrolliert China bereits das Spielfeld. Im Januar legte die Firma Ming Xin Mineral Separation Nig den Grundstein für den Bau der ersten Lithium-Verarbeitungsanlage des westafrikanischen Landes.

Tesla hat das Nachsehen

Die Entscheidung, das Angebot an die chinesische Firma zu vergeben, fiel nur wenige Monate nachdem Nigeria ein Gesuch des US-Autobauers Tesla abgelehnt hatte, weil es nur am Export von Roh-Lithium interessiert gewesen sei.

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