Funksystem Drahtlose Signalübertragung mit nur einem Dreh
Phoenix Contact bietet mit dem Radioline-System eine einfache, flexible und robuste Lösung zum drahtlosen Übertragen von Signalen in ausgedehnten Infrastruktur-Anwendungen. Die Signale werden per I/O-Mapping verteilt, die Inbetriebnahme läuft ohne Software ab, das Funknetzwerk kann der Anwender erweitern, und die Module lassen sich austauschen.
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Mit Radioline hat Phoenix Contact auf der Hannover Messe 2012 ein neues Funksystem vorgestellt. Die auf der Technologie Trusted Wireless 2.0 basierende Lösung ist speziell für die drahtlose Signalübertragung in ausgedehnten Anlagen entwickelt worden. Via Radioline lassen sich sowohl I/O-Signale als auch serielle Daten austauschen. Das so genannte I/O-Mapping erlaubt die Verteilung der Signale von bis zu 250 Stationen mit Hilfe eines Rändelrads, also ohne Software-Unterstützung.
Trusted Wireless 2.0 schließt die Lücke
Grundlage des Radioline-Systems, das sich an den besonderen Bedürfnissen industrieller Infrastruktur-Anwendungen orientiert, ist die neue Funktechnologie Trusted Wireless 2.0. Sie schließt die Lücke zwischen WirelessHart als Lösung für Sensornetzwerke in der Prozesstechnik sowie den in der Fabrikautomation etablierten Funkstandards Bluetooth und Wireless LAN. Je nach Applikationsanforderung stehen verschiedene Einstellmöglichkeiten zur Verfügung.
Radioline eignet sich dabei insbesondere für die drahtlose Weiterleitung von Sensor- und Aktor-Informationen sowie zur Kommunikation geringer bis mittlerer Datenmengen in weit verteilten Anwendungen. Das System besteht aus einem Funkmodul und fünf unterschiedlichen anreihbaren I/O-Modulen. Die I/O-Stationen lassen sich auf bis zu 32 I/O-Module erweitern, die im laufenden Betrieb installiert oder ausgewechselt werden können. Neben der Hot-Swap-Fähigkeit zeichnen sich die Module durch eine hochwertige galvanische Kanal-zu-Kanal-Trennung aus.
Individuell einstellbare Datenrate
Kernelement des Radioline-Systems ist das Funkmodul, welches das lizenzfreie 2,4GHz-ISM-Frequenzband zum Datenaustausch nutzt. Das Modul weist eine hohe Robustheit und Zuverlässigkeit auf. Zudem überzeugt es durch die Überbrückung großer Distanzen, gute Diagnosemöglichkeiten sowie die Koexistenz zu anderen im selben Frequenzband funkenden Systemen. Eine Besonderheit des weltweit einsetzbaren Funkmoduls ist die einstellbare Datenrate der Wireless-Schnittstelle von 16 bis 500 kBit/s, was seine Empfängerempfindlichkeit erhöht.
So lässt sich bei einer niedrigen Datenrate eine wesentlich größere Entfernung überwinden als bei einer hohen Datenrate. Durch ihre individuelle Anpassung ist der Anwender somit in der Lage, die Einstellung genau auf die jeweilige Applikation und gewünschte Reichweite zu optimieren. Die zu überbrückenden Distanzen reichen bei freier Sicht von einigen hundert Metern bis zu fünf Kilometern zwischen zwei Teilnehmern. Das übertrifft die Reichweite von Bluetooth- und WLAN-Systemen um ein Vielfaches.
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