Funksystem

Drahtlose Signalübertragung mit nur einem Dreh

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Intuitive Inbetriebnahme über Rändelrad

Das Funkmodul verfügt über je eine RS232- und RS485-(Zweidraht)Schnittstelle zur Übertragung serieller Datenpakete beispielsweise zwischen Modbus-Steuerungen. Ein Funknetzwerk kann dabei aus bis zu 250 Stationen bestehen. Von der einfachen Punkt-zu-Punkt-Verbindung bis zu selbst heilenden Mesh-Netzwerken lassen sich beliebige Netzwerkstrukturen umsetzen.

Jedes Funkmodul arbeitet entweder als Master, Repeater oder Slave. Der Master initiiert den Netzwerkaufbau, während Repeater die Daten weiterleiten und Slaves die Endpunkte im Netzwerk bilden. Die Funkmodule sind ab Werk konfiguriert und können ohne Software einfach über die Einstellung eines gelben Rändelrads in Betrieb genommen werden. Mit dem Rändelrad legt der Anwender die so genannte Radio-ID (RAD-ID) fest. Im Netzwerk muss jedes Funkmodul eine andere Einstellung haben. Über die Radio–ID (RAD-ID) „01“ wird der Master definiert, während die Einstellungen „02“ bis „99“ das Modul automatisch als Repeater/Slave konfigurieren.

Störungsfreier Parallelbetrieb mit dem Configstick

Die vorkonfigurierten Funkmodule umfassen identische Netzwerk-Einstellungen. Auf diese Weise lässt sich ein einzelnes Funknetzwerk sofort betreiben. Sollen jedoch mehrere Wireless-Systeme parallel störungsfrei funken, muss ein einzigartiges Netzwerk aufgebaut werden. Dafür kann der Anwender die Funkmodule ohne Verwendung einer Software mit dem Confstick konfigurieren. Hierbei handelt es sich um einen mobilen Speicher, der auf die Konfigurations-Schnittstelle des Funkmoduls – den S-Port – aufgesteckt und nach dem Drücken des SET-Tasters am Modul ausgelesen wird.

Der Vorteil des Sticks ergibt sich aus der einfachen Handhabung in industriellen Umgebungen. Er beinhaltet eine der acht nutzbaren Frequenzgruppen (RF-Bänder) des Radioline-Systems sowie eine individuelle Netzwerk-ID (NET-ID), die zur Identifizierung der Module im Netzwerk herangezogen wird. Nur Module mit der gleichen NET-ID können untereinander eine Verbindung initiieren. Einzigartige IDs lassen sich lediglich über den Configstick in das Modul schreiben und sind nicht kopierfähig. Diese Vorgehensweise sorgt für einen sicheren parallelen Aufbau von Funknetzwerken.

Mehrfach abgesicherte Kommunikation

Trusted Wireless 2.0 setzt mehrere Sicherheitsmechanismen ein, um einen unbefugten Zugriff auf die gesendeten Daten zu unterbinden. Zum einen wird die Datensicherheit durch das proprietäre Protokoll selbst erhöht, das nicht offen gelegt ist, will heißen seine Strukturen sind nicht bekannt. Außerdem wurden mit der Datenverschlüsselung und der Identitätsprüfung zwei bewährte Sicherheitsmechanismen in Trusted Wireless 2.0 implementiert. Die Datenverschlüsselung stellt sicher, dass theoretisch mitgehörte Datenpakete nicht verstanden werden können.

Verschlüsselung einschalten oder ausschalten

Je nach Anforderung kann der Anwender die Verschlüsselung bei seinen Radioline-Modulen ein- oder ausschalten. Im Rahmen der Identitätsprüfung wird die Echtheit des Senders kontrolliert, eine veränderte Nachricht also als nicht gültig erkannt und verworfen. Dazu ist die weitergeleitete Nachricht um einen laufenden Code ergänzt worden, der sich nicht wiederholen darf.

Dieser Mechanismus schützt die Funkstrecke vor dem Wiedereinspeisen von mitgehörten oder abgewandelten Nachrichten. Eine einstellbare Datenwiederholungsrate ermöglicht das mehrfache Senden der Daten, wobei die Übertragungssicherheit bestehen bleibt.

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