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Lagerlose magnetische Drehgeber in vielen Varianten Drehgeber für große Wellen und kleinste Lücken

Autor / Redakteur: Ralf Steinmann, Ellen-Christine Reiff / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Lagerlose Drehgeber punkten mit einer ganzen Reihe von Eigenschaften, die sie für zahlreiche Einsätze in der Fabrikautomation interessant machen. Dazu gehören der wartungsfreie Betrieb, die geringe Einbautiefe, die Eignung für hohe Betriebsdrehzahlen sowie einfache Montagemöglichkeiten selbst bei großen Wellendurchmessern. Mit konventionellen Bauformen lassen sich diese Anforderungen meist nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maß erfüllen.

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Wo wartungsfreier Betrieb, eine geringe Einbautiefe, einfache Montagemöglichkeiten selbst bei großen Wellendurchmessern oder hohe Betriebsdrehzahlen gefordert sind, erschließen jetzt lagerlose Drehgeber, die es in zahlreichen Ausführungen gibt, interessante Möglichkeiten. (Bilder: Baumer)
Wo wartungsfreier Betrieb, eine geringe Einbautiefe, einfache Montagemöglichkeiten selbst bei großen Wellendurchmessern oder hohe Betriebsdrehzahlen gefordert sind, erschließen jetzt lagerlose Drehgeber, die es in zahlreichen Ausführungen gibt, interessante Möglichkeiten. (Bilder: Baumer)

Baumer setzt bei seinem breiten Programm an inkrementalen und absoluten lagerlosen Drehgebern in unterschiedlichen Ausführungen und Bauformen auf das magnetische Abtastprinzip. Dieses hat sich im Vergleich zu kapazitiven und induktiven Verfahren als besonders robust und praxistauglich erwiesen. Magnetische Drehgeber ohne Eigenlagerung sind für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen geeignet.

Das gilt zum Beispiel für Textilmaschinen, wo Fasern die Lebensdauer von Kugellagern deutlich mindern können, und auch für die Montage auf großen Wellen. Einsatzmöglichkeiten finden sich dadurch im gesamten Bereich der Antriebstechnik, im Maschinenbau ebenso wie in der Anlagentechnik und in der Produktion.

Lagerlose Drehgeber – berührungslos, verschleißfrei und langlebig

Die lagerlosen Drehgeber bestehen aus einem magnetischen Polrad, das auf der drehenden Achse angebracht ist, und einem Sensorkopf, der dieses Polrad berührungslos abtastet. Mechanischer Verschleiß ist damit schon prinzipbedingt ausgeschlossen.

Bei konventionellen Wellen- oder Hohlwellen-Drehgebern dagegen bestimmen unter anderem die eingesetzten Kugellager die Lebensdauer, da deren Mechanik zwangsläufig einem gewissen Verschleiß unterworfen ist. Bei lagerlosen Drehgebern ist außerdem keine Isolierung gegen induzierte Wellenströme notwendig.

Prädestiniert für große Wellendurchmesser

Ein besonders wichtiger Einsatzbereich für lagerlose Drehgeber sind große Wellendurchmesser. In Bezug auf Baugröße, Anschaffungskosten und Betriebssicherheit sind sie hier ohne ernstzunehmende Alternative.

Mit inkrementalen und absoluten Drehgebern der Produktfamilie HDmag wird die direkte Montage auf Wellen von bis zu 740 mm möglich. Die Welle muss nicht mehr auf bestimmte Durchmesser abgedreht werden, und auch Riemenlösungen und Reibräder sind nicht notwendig. Das kommt der Genauigkeit, Signalqualität und Zuverlässigkeit zugute. Die absoluten Drehgeber liefern dabei eine Auflösung von 17 Bit mit zusätzlich bis zu 524.288 inkrementalen Impulsen pro Umdrehung. Durch die im Abtastkopf der inkrementalen und absoluten Drehgeber integrierte Signalverarbeitung können Rechtecksignale (HTL bzw. TTL) oder Sinus-Perioden generiert werden. Die inkrementalen Systeme geben bis zu 32.768 Impulse pro Umdrehung aus.

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