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Sensorik Dual Channel – analoge und digitale Schnittstellen in einem Sensor

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Mit der Integration der digitalen Kommunikationsschnittstelle bei dem Leitfähigkeitssensor Combi Lyz AFI und dem Drucksensor PP20H baut Baumer sein Portfolio an Prozesssensoren mit IO-Link weiterhin aus.

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Mit dem Drucksensor PP20H und dem Leitfähigkeitssensor Combi Lyz AFI erweitert Baumer sein Portfolio der Prozesssensoren mit digitaler Kommunikationsschnittstelle.
Mit dem Drucksensor PP20H und dem Leitfähigkeitssensor Combi Lyz AFI erweitert Baumer sein Portfolio der Prozesssensoren mit digitaler Kommunikationsschnittstelle.
(Bild: Baumer)

Mit Dual Channel können die Sensoren sowohl analog, digital oder über beide Kanäle gleichzeitig betrieben werden – somit können Baumer Prozesssensoren wie der Leitfähigkeitssensor Combi Lyz AFI und der Drucksensor PP20H sowohl in klassischen Steuerungstopologien als auch in einem digitalen IO-Link-Steuerungskonzept betrieben werden. Die bewährte analoge Schnittstelle ist in der Prozessautomation nach wie vor sinnvoll, wenn der Anwender den Sensor an eine bestehende Steuerungen anschließen möchte. Dennoch können bei der Inbetriebnahme des Sensors die Vorteile von IO-Link wie die einfache und schnelle Parametrierung oder aber die Verfügbarkeit zusätzlicher Daten genutzt werden. Um den Prozess zu steuern, kann parallel über einen 4 bis 20 mA Analogausgang der Leitfähigkeits- oder Druckwert ausgelesen werden.

Zusätzliche Prozessdaten über IO-Link verfügbar

Durch IO-Link werden Zusatzdaten zugänglich gemacht: Prozessdaten, die über IO-Link zur Verfügung stehen, sind unter anderem der Temperaturwert des Sensors oder im Fall des PP20H die Prozesstemperatur. Daraus lassen sich interessante Schlüsse ziehen, zum Beispiel, ob es in einem Behälter oder einem Rohr zu einem ungewöhnlichen Temperaturanstieg kommt. Dies ist auch die Basis für eine vorausschauende Wartung. Zudem gibt der Leitfähigkeitssensor Combi Lyz AFI zusätzlich zur Leitfähigkeit der Medien auch Aufschluss über deren Konzentrationswerte. Somit kann genau bestimmt werden, welches Medium sich im Prozess befindet und in welcher Konzentration. Mit dem Drucksensor PP20H kann neben dem Prozessdruck der Umgebungsdruck bestimmt werden. Dies ermöglicht dem Anwender, den Sensor sowohl zur Absolut-, als auch Relativdruckmessung einzusetzen.

Sensordaten direkt kombiniert

Per IO-Link können Sensoren über die Steuerung bidirektional miteinander kommunizieren. Messwerte eines Sensors können somit in einem anderen Sensor genutzt werden, um komplexe Messaufgaben zu lösen oder Prozesse und Produktionsabläufe zu optimieren. Der Leitfähigkeitssensor AFI kann beispielweise auf die Messwerte eines Temperatursensors zurückgreifen, wodurch die Ansprechzeit der Temperaturmessung zur Temperaturkompensation von 15 Sekunden verkürzt oder auch vollständig umgangen werden kann. Auch bei der Füllstandsmessung in geschlossenen Tanks kann durch die Kombination der Messwerte zweier Drucksensoren der Füllstand direkt über das DFON-Display angezeigt werden. Dazu werden die Werte des Drucksensors zur Kopfdruckmessung über IO-Link an den Sensor am Tankboden übermittelt, um dessen Nullpunkt anzupassen. Dies ermöglicht die Ermittlung des Drucks innerhalb des Tanks.

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