Phoenix Contact Ein mittelständisch geprägtes Familienunternehmen auf Innovationskurs

Autor / Redakteur: Ines Näther / Ines Stotz

Der Spezialist von Netzwerk- und Automatisierungstechnologie Phoenix Contact setzt trotz Krise auf das Vorantreiben von Innovationen. Denn gerade jetzt sind Lösungen gefragt, die Kundennutzen bieten und Rationalisierungspotenziale erschließen – um eine neue Wachstumsbasis für die Zukunft zu schaffen.

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Ostwestfalen-Lippe entwickelt sich – unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit – immer mehr zu einem wichtigen Industriestandort der Republik. Hier sind Unternehmen wie Bertelsmann und Miele zu Hause, aber auch solche, deren Name nicht jeden Tag in den Zeitungen steht, die aber in ihrer Branche zu den Besten gehören. Phoenix Contact ist solch ein „Hidden-Champion“, mit Hauptsitz im beschaulichen 17.000-Seelen-Ort Blomberg. Nachdem es 1928 die erste modulare Reihenklemme erfand, bietet das heute international agierende Unternehmen mit fünf Geschäftsbereichen ein umfangreiches Portfolio elektrischer Verbindungs-, elektronischer Interface- und industrieller Automatisierungstechnik: Von der klassischen Reihenklemme über spritzwassergeschützte Maschinenstecker bis hin zur Kommunikationstechnik. Mit weltweit 10.200 Mitarbeitern verfügt es über 45 eigene Gesellschaften sowie rund 30 Vertretungen in Europa und Übersee; täglich gehen Lieferungen von Blomberg aus in alle Welt. Familienunternehmen - Garanten für Stabilität und Wohlstand

Martin Müller, Director Head of Marketing Automation Systems, Phoenix Contact: „Die Innovationskraft ist ein entscheidender Faktor, um unsere Marktposition weiter auszubauen.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Im November 2007 durchbrach das Unternehmen die Milliarden-Euro-Umsatzgrenze, dennoch soll der mittelständische Charakter erhalten bleiben: „Wir sind nach wie vor ein inhabergeführtes Unternehmen und der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Eisert bürgt dafür, weiterhin unbürokratische Entscheidungen auf kurzen Wegen zu treffen“, sagt Martin Müller, Director Head of Marketing Automation Systems bei Phoenix Contact. Gerade in Krisenzeiten gewinnen diese Faktoren an Bedeutung, denn Familienunternehmen übernehmen dabei Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen in ihrer Region. Sie wissen, dass Werte und Wachstum einander nicht ausschließen, wie Innovationen schnell und marktgerecht umgesetzt werden, welche Mitarbeiter das Unternehmen voranbringen und wie man sie motiviert. Sie wissen auch, was die Kunden wollen. Weil deren Zufriedenheit dem eigenen Geschäft nützt.

Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise haben auch Phoenix Contact in vollem Umfang getroffen. Konnte die Gruppe im Jahr 2008 mit einem Wachstum von zehn Prozent und einem Umsatz von 1,18 Mrd. Euro abschließen, verzeichnet sie 2009 einen Umsatzrückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mittels Sparprogrammen und flexibler Nutzung der Kurzarbeit konnten Entlassungen vermieden werden. „Dies war und bleibt nach dem Bekenntnis der Geschäftsführung auch das höchste Ziel des Unternehmens“, berichtet Martin Müller. Inzwischen ist nach leichtem Anstieg des Auftragseingangs die Kurzarbeit im Januar 2010 ausgesetzt worden. Es gehört zur Selbstverständlichkeit des Unternehmens jetzt nicht abzuwarten, bis die Konjunktur weiter anspringt, sondern entgegen allgemeinen Trends mit neuen Entwicklungen auf den Markt zu kommen. „Beschäftigt man sich stetig mit innovativen Themen, investiert dort auch kräftig und nachhaltig, zahlt sich das in so einer Situation natürlich aus“, bestätigt der Marketing-Experte.

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