Robotersteuerung Eine Robotersteuerung übernimmt alle Aufgaben auch die Sicherheitssteuerung

Redakteur: Reinhard Kluger

Mit der KR C4 bringt Kuka ein Steuerungssystem auf den Markt, bei dem nicht nur Roboter-, Bewegungs-, Ablauf- und Prozesssteuerung integriert sind. Vielmehr ist in diese Robotersteuerung auch die komplette Sicherheitssteuerung nahtlos in das Steuerungssystem eingegliedert. Damit löst die Robotersteuerung sozusagen alle Aufgaben auf einmal.

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Kuka hat beim neuen Steuerungssystem konsequent auf limitierende Hardware verzichtet und durch intelligente Softwarefunktionen ersetzt. Das Konzept gilt so als offen und zukunftsfähig. Herkömmliche Schnittstellen werden durch intelligent verbundene Datenströme ersetzt und erlauben eine direkt Kommunikation zwischen den Einzelsteuerungen der KR C4. Das Konzept der Steuerung schafft ein sicheres Fundament für die Automation von morgen. Durch das konsequente Entfernen von limitierender Hardware und den Ersatz durch gängige und offene Industriestandards wie MultiCore und Ethernet bieten sich enorme Leistungs- und Entwicklungspotentiale. So werden Ethernet basierte Feldbussysteme wie beispielsweise Profinet oder Ethernet/IP auf Basis dieser Technologien einfach als Softwarefunktion integriert. Das Konzept schafft damit die Sicherheit, an zukünftigen Entwicklungssprüngen und Performance-Steigerungen dieser Technologien automatisch teilzuhaben. Der neu eingeschlagene Weg, die Steuerung konsequent in Software zu realisieren, reduziert 35% der Hardware-Baugruppen und 50% der Steckverbindungen und Kabel.

Sicherheit schon on Board

Erstmals ist auch die komplette Sicherheitssteuerung ohne proprietäre Hardware nahtlos in das Steuerungssystem integriert. Safety-Funktionen und sicherheitsgerichtete Kommunikation werden auf Basis Ethernet-basierter Protokolle abgewickelt. Das Sicherheitskonzept in der Steuerung baut auf der verwendeten Multi-Core-Technologie auf und ermöglicht dadurch die für Sicherheitsanwendungen geforderte Zweikanaligkeit. Darüber hinaus geht es über eine reine Überwachung hinaus. Vielmehr ermöglicht das Konzept eine sichere Beeinflussung der Bewegung und der Geschwindigkeit des Roboters.

Durch den Wegfall beschränkender Hardwarekomponenten und stattdessen einer nahezu unbegrenzten Erweiterbarkeit der software-basierten Sicherheitsschnittstellen lassen sich völlig neue Sicherheitskonzepte in der Automation realisieren. Speziell bei Mensch-Roboter-Kooperationen werden zukünftig neue Sensoren Einsatz finden. Diese erfordern jedoch eine große Anzahl an Ein- und Ausgängen. Die Architektur der KR C4 ist so flexibel ausgelegt, dass sich solche Sensoren einbinden lassen.

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