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Smart Metering Elektronische Zählerablesung per Funk

Redakteur: Reinhard Kluger

Ein neues M-Bus-Funkmodul unterstützt uni- sowie bidirektionale Funkverbindungen bei 868 MHz zwischen Gas-, Wasser-, Wärme- oder Stromzählern und Konzentratoren. Das hilft, Genauigkeit und Transparenz von Rechnungen zu erhöhen und die Energieeffizienz zu verbessern.

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Arbeiten stromsparend: M-Bus-Funkmodule nach EN 13757, Teil 4 und 5.
Arbeiten stromsparend: M-Bus-Funkmodule nach EN 13757, Teil 4 und 5.
( Archiv: Vogel Business Media )

Es entspricht der neuesten Generation von M-Bus-Funkmodulen nach EN 13757, Teil 4 und 5: Telits ME50-868 ist ein Modul mit einem Link-Budget von 122 dB und einer Reichweite bis 2000 m. Die Module mit LGA-Aufbautechnik (Land Grid Array) arbeiten stromsparend (<1 µA im Standby-Betrieb), was zu einer langen Batterielebensdauer und geringen Wartungsanforderungen führt. Sie sind mit einer RS232-Schnittstelle sowie digitalen und analogen Ein- und Ausgängen ausgestattet und lassen sich einfach in verschiedene Systeme integrieren, was Zeit und Geld bei der Entwicklung einspart. Das ME50-868 ist pinkompatibel zu den Telit-Modulen der ZE- (ZigBee 2007 und PRO-Stack), NE- (Low-Power-Mesh) und LE-Familien (Basis Punkt-zu-Punkt, Broadcast-Stack).

Große Reichweite im Gebäude

Der M-Bus-Funkstandard spezifiziert die Kommunikation zwischen Wasser-, Gas-, Wärme- und Stromzählern. Der verwendete Frequenzbereich erstreckt sich von 868 bis 870 MHz und bietet innerhalb von Gebäuden die größte Reichweite. Die Daten der einzelnen Zähler werden an einen Konzentrator vor Ort übertragen, der diese sammelt und über Internet oder über ein Telefonnetzwerk an die Versorgungsunternehmen überträgt.

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„Die Kombination aus Kurzstreckenfunk- und Mobilfunk-Übertragung ist entscheidend für zukünftige M2M-Anwendungen“, erklärte Felix Marchal, Global VP Sales bei Telit Wireless Solutions. „Unternehmen, die Kurzstreckenfunk für ihre Smart Meter verwenden, müssen keine teuren SIM-Karten zur Datenübertragung anschaffen, sie können die kostenlose Datenübertragung in den entsprechenden Frequenzspektren nutzen.“ Marchal weiter: „Unternehmen, die Telits Gateway-Lösung zur Kombination ihres Kurzstrecken-Funknetzes mit Mobilfunk-Datenübertragung nutzen, können nun die Einschränkungen der Kurzstrecken-Funkübertragung vollständig überwinden. Eine solche Integration stellt eine bedeutende Lösung dar, spart Kosten und Energie und erfüllt sämtliche Kundenanforderungen.“

Smart Metering auf Basis des M-Bus-Funkstandards

Bei seinen ME50-868-Funkmodulen entschied sich Telit für Silicon Labs’ ISM-Band-Transceiver Si443x, da diese eine hohe Sub-GHz-HF-Performance, hohe Empfindlichkeit und eine niedrige Stromaufnahme bieten. EZRadioPRO-Bausteine bieten fortschrittliche Leistungsmerkmale, wie z.B. eine durchgehende Frequenzabdeckung von 240 bis 960 MHz und eine Ausgangsleistung bis +20 dBm. Zu den integrierten Funktionen zählen Antennendiversität, Wake-up-Timer, Erkennung schwacher Batterien, Sende- und Empfangsdaten-FIFOs, Power-on-Reset und universelle digitale I/Os.

„Silicon Labs’ EZRadioPRO-Transceiver bieten höchste HF-Performance für die M-Bus-Funkspezifikation und Telits neue ME50-868-Module“, so Rafi Fried, General Manager Wireless Products bei Silicon Labs. „Durch die Zusammenarbeit mit M2M-Kommunikationsanbietern wie Telit, stellen wir fortschrittliche Sub-GHz-Funkanbindungslösungen für die nächste Generation von Smart Metern auf Basis des M-Bus-Funkstandards zur Verfügung.“

2018 gilt Smart Metering für alle

Smart Metering wird bereits in Italien, Skandinavien, den Niederlanden, Nordamerika und Australien erfolgreich eingesetzt. In Deutschland müssen Neubauten seit 2010 mit Smart Metern ausgestattet sein; ab 2018 gilt dies für alle Gebäude. Ziel ist es, bei den Verbrauchern ein höheres Energiebewusstsein zu wecken, indem sie genaue Informationen über ihren Energieverbrauch in Echtzeit erhalten.

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