Lebensplanung

Faustregeln einer Lebensplanung für ein erfolgreiches Jahr

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Der Grund: Für ihre Arbeit und Karriere setzen sich die meisten Berufstätigen Ziele. Hier haben sie auch eine klare Version, wo ihr Lebensweg einmal enden soll. Anders ist die im privaten Bereich. Hier fehlt den meisten der nötige Sinnhorizont in der Lebensplanung. Deshalb notieren sie in ihrem Organizer zwar Termine. Weil diese aber nicht in einer Lebensvision verankert sind, werden Sie auch schnell wieder gestrichen.

Ein erfülltes Leben

Viele Manager übertragen das Leistungsprinzip, dem sie in ihrer Arbeit huldigen, auf ihr Privatleben. Deshalb joggen sie zum Beispiel mit hochrotem Kopf und heraushängender Zunge durch die Stadtparks. Dabei wäre es zum Fördern ihrer Gesundheit wichtig, „lang und langsam“ zu laufen. Auch im Kontakt mit ihrer Familie oder Freunden suchen sie stets den besonderen Kick. Also blicken sie, während der Lebenspartern über seine Sorgen spricht, verstohlen auf die Uhr. Sie merken nicht, dass sie nie bei ihrer Familie „ankommen“. Gedanklich weilen sie stets noch beim letzten Termin oder schon beim nächsten. Sie können den Fuß nie vom Gaspedal nehmen und einmal gezielt entschleunigen. Sie entdecken nie kreative Kraft der Langsamkeit für sich, weshalb sie war ein gefülltes, aber kein erfülltes Leben führen.

Um dieses Ziel zu erreichen, führt kein Weg daran vorbei, sich regelmäßig zurückzulehnen und sich zu fragen: Was ist mir wirklich wichtig? Nur dann können wir eine Lebensplanung entwickeln, die all unsere Lebensbereiche umfasst. Doch Vorsicht! Auch dies erfordert Zeit! Dies lässt sich nicht passend erledigen, wenn gerade die Silvesterraketen zum Himmel steigen. Nutzen Sie die „besinnliche Zeit“ zwischen den Jahren, um sich ruhig hinzusetzen und zu fragen: Was will ich wirklich? Was ist mir wirklich wichtig? Was will ich von mir sagen können, wenn ich in zehn , 20 oder gar 50 Jahren auf mein Leben zurückblicke? Dies ist der erste Schritt. Der Zweite besteht darin, dass Sie sich fragen: Welche der vielen Rollen, die ich aktuell spiele, will ich auf künftig spielen? Und von welchen möchte ich mich verabschieden? Dies kann zum Beispiel die rolle des Schulelternbeirats oder des Mitglieds in einem Wirtschaftsgremium sein. Oder die Rolle des „Ausputzers“ oder „Seelentrösters“ für ihre Kollegen.

Erst wenn Sie über Ihre persönlichen Werte Klarheit haben, können Sie Ihr Leben sinnvoll, das heißt ausgewogen planen. So, wie Sie es bisher mit Ihrer Arbeitszeit taten. Mit einem Unterschied: Jetzt planen Sie Ihr Leben!

Dr. Kai Hoffmann, Frankfurt, promovierte in den Fächern Philosophie und der Psychoanalyse. Nach langjähriger Führungsposition im oberen Management arbeitet er seit Ende der 90er Jahre als Führungskräftecoach und Lebensberater. Außerdem ist er Lehrbeauftragter für Philosophie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt.

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