Lebensplanung

Faustregeln einer Lebensplanung für ein erfolgreiches Jahr

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Getrieben von diesen Lebensempfindungen gibt sich mancher dem Irrglauben hin: Ich muss nur einen Zahn zulegen, dann werde ich allen Anforderungen gerecht. Eine Zeit lang können wir uns an diesem Leben im High Speed sogar berauschen. Schließlich ernten wir, wenn wir unseren Freunden und Bekannten von unserer 60-, 70- oder gar 80-Stundenwoche erzählen, nicht nur Mitgefühl, sondern auch anerkennende Blicke.

Doch Vorsicht: Hier tickt eine Zeitbombe. Die langfristige Folge ist meist der physische oder psychische Kollaps. Und spätestens dann stellt sich uns die Sinnfrage. Und erschreckt stellen wir fest: Was war ich früher doch für ein ausgeglichener und kreativer Mensch; heute funktioniere ich nur noch. Meine Kinder werden groß, ohne dass ich wirklich daran teilhabe. Mein Lebenspartner wird mir immer fremder. Glücklich kann sich deshalb schätzen, wer rechtzeitig instinktiv spürt: Mein Leben ist nicht mehr im Lot. Ich habe die rechte Balance verloren.

Balance für die Lebensplanung finden

Eine solche Schieflage ist kein Einzelschicksal. Nicht umsonst befassen sich die Wirtschaftsmagazine mittlerweile regelmäßig mit Themen wie Burn-out und Depression. Und immer mehr „Leistungsträger“ hegen den Traum: Mit 50 steige ich aus. Doch welches Verhältnis hat jemand zu seiner Arbeit, der mit 50 Jahren aussteigen möchte - oder muss? Entweder ein desillusioniertes: Dann lautet seine Lebensmaxime „Schaffe, schaffe, Häusle baue“, damit er mit 50 endlich „leben“ kann. Oder er ist ein Workaholic: Dann lautet die Lebensmaxime „Arbeit über alles“, bis ein Burn-Out oder Herzinfakt zum Aufhören zwingt. Das „Erwachen“ danach ist oft mit der ernüchternden Erkenntnis verknüpft: Frau/Mann weg, Kinder weg, Freunde weg, Lebensglück weg.

Beruflich ein „Ass“ und Privat?

Gesund und ausgewogen ist die Beziehung zur Arbeit in beiden Fällen nicht! Trotzdem ist sie bei vielen Managern normal. Immer wieder registriet man: Sie können zwar Unternehmen führen, doch ein erfülltes Leben führen Sie nicht. Denn ihnen fehlt die rechte Balance in der Lebensplanung. Sie räumen Arbeit absolute Priorität bei ihrer Lebensplanung ein. Die Folge: Andere Lebensbereiche verkümmern. Unter einer einseitigen Überbetonung des Berufs leiden auf Dauer aber automatisch unser persönliches Wohlbefinden und unsere Gesundheit; entsprechendes gilt für unsere privaten Kontakte. Und dies wirkt sich wiederrum negativ auf unsere Leistungskraft auf.

Viele Manager-Ehen scheitern. Nicht, weil sich die Betroffenen keine intakte Beziehung wünschen, sondern weil es ihnen nicht gelingt, ihre beruflichen und privaten Anforderungen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Hier mag mancher einwerfen: Soll ich mich beruflich denn nicht stark engagieren? Doch! In bestimmen Lebensphasen, wie zum Beispiel bei Berufseinsteigern oder „Wenn‘s brennt“ ist eine Verlagerung des Gleichgewichts in Richtung „Arbeit/Leistung“ sogar nötig. Probleme entstehen aber, wenn das Ungleichgewicht andauert.

Zeitplanung ist nicht genug

„Halt“ wird hier mancher rufen: „Ich praktiziere seit Jahren ein Zeit- und Selbstmanagement. Auf meinem Schreibtisch liegt ein Zeitplanbuch, mit dem ich all meine Arbeits- und Freizeitaktivitäten plane. Auch meine Prioritäten definiere ich regelmäßig, zudem meine kurz-, mittel- und langfristigen Ziele. So schaffe ich die nötigen Zeitfenster, damit auch für Privates Luft bleibt.“ Doch mal ehrlich: Wie oft halten Sie diese Zeitpläne ein? Vermutlich selten. Und welche Termine werden gestichen, wenn zum Beispiel unverhofft noch ein Kunde ein Angebot wünscht? Das Meeting mit den Kollegen? Nein, meist fällt die Zeit, die zum Speisen mit den Kindern oder für den Theaterbesuch mit dem Lebenspartner vorgesehen war, unter den Tisch. Oder der Jogging-Termin wird gestrichen.

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