Fernwartung Fernwirken eröffnet neue Möglichkeiten bei Produktionssystemen

Autor / Redakteur: Reinhard Kluger / Reinhard Kluger

Fernzugriffe auf Maschinen bieten dem Maschinenbauer nützliche Lösungsansätze. So können Inbetriebnehmer sich rascher Unterstützung der Programmierer sicher sein, falls es klemmt. Fernwirken erspart so manche Reise und beugt

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Der einfache Modemraum der frühen Jahre hat ausgedient, zumindest was die Fernwartung beim Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer in Würzburg betrifft. Seit 1999 schon bietet das Unternehmen diese Dienstleistung für Druckmaschinen an. Und weil im Laufe der Jahre die Ansprüche an das Inbetriebnahme-Personal steigen, benötigen diese immer mehr Unterstützung vom Werk aus. Heute betreut man, laut Günther Gabriel von der Koenig und Bauer AG, rund 600 Anlagen online, und zwar weltweit.

Dass Fernwartungskonzepte im Maschinenbau immer wichtiger werden, hat seine Gründe: Mehr Elektronik führt zu dezentralen und intelligenteren Geräten, mit der Konsequenz, dass ebenfalls immer mehr Aufwand bei der Inbetriebnahme erforderlich ist. Tätigkeiten, die sich geradezu anbieten, aus der Ferne gelöst zu werden. Musste früher der Techniker aufwändig vor Ort präsent sein, kann er immer häufiger „zu Hause“ bleiben und von dort aus tätig werden. So erhält der Inbetriebnehmer Online-Unterstützung durch die Software-Entwickler aus der Zentrale. Per Internet, dann über VPN-Roter und einer Tunnellösung, kann dieser sich in die Maschine einwählen und dort Eingriffe vornehmen. Meist bietet Maschinenbauer diesen Service rund um die Uhr an, so auch KBA. Günther Gabriel: „Bei unseren Serienanlagen geht kein Programmierer zur Inbetriebnahme.“

Kein Programmierer bei der Inbetriebnahme

Bei seinem Fernwirkkonzept setzt der Würzburger Druckmaschinenbauer auf einen Service-PC. Alle Tools für die Fernwirkfunktionen sind auf diesem Service-PC installiert. Über NetOP kann man von diesem Rechner aus auf die Schaltanlage der Maschine zugreifen. Von dort aus ist auch über die vor Ort installierten Tools ein Zugriff auf alle fernwartbaren Teilnehmer im Netz bis auf die Feldbusebene möglich. Per Programmiertool kann man auf Steuerungen und Antriebe zugreifen, über FDT/DTM auf „intelligente Endgeräte am Profibus. Gabriel: „Die Diagnose erfolgt über das mit der Maschinen gelieferte Meldesystem, Logfiles, KBA-Prozessmanager und KBA-Nertzwerk-Diagnosetool.“

Doch nicht nur für die Inbetriebnahme ist das Arbeiten aus der Ferne eine pfiffige Lösung, der Maschinenbauer kann so auch weitere Dienstleistungen anbieten, wie vorbeugende Wartung. Ein Geschäftsfeld, dass auch KBA vermehrt ausbaut. Aus der Anzahl der geleisteten Betriebsstunden oder den Temperaturen der Antriebslager kann man auf den Verschleiss einer Maschine schließen. Werte, die wie geschaffen sind für einen entsprechenden Fernzugriff. Weitere Felder sind ein Lieferantenzugang und das elektronische Typenschild. Günther Gabriel: „Das elektronische Typenschild ist für alle Komponenten, die diese Funktion unterstützen, auf „Knopfdruck“ auslesbar.“

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