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Karriere Frauen nutzen Mitarbeitergespräche zielorientierter

| Redakteur: Katharina Juschkat

Eine aktuelle Studie der Karriereberatung von Rundstedt zeigt, dass Mitarbeiter das Personalgespräch als Schlüssel für die berufliche Weiterentwicklung sehen. Frauen gehen dabei laut Studie zielorientierter vor als Männer.

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Laut einer aktuellen Umfrage einer Karriereberatung gehen Frauen zielorientierter bei Mitarbeitergesprächen vor.
Laut einer aktuellen Umfrage einer Karriereberatung gehen Frauen zielorientierter bei Mitarbeitergesprächen vor.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Regelmäßige Mitarbeitergespräche sind Teil des Berufslebens. Die Erwartungen dabei gehen oft weit auseinander, wie die aktuelle Mitarbeiterbefragung der Karriereberatung von Rundstedt ergibt.

Über die Hälfte der Mitarbeiter bereiten sich vor

Etwas über die Hälfte der Befragten (55 %) findet den Austausch über Leistungen und Erwartungen im Mitarbeitergespräch hilfreich und motivierend. Immerhin 35 Prozent empfinden es jedoch als einen Alibitermin, aus dem nichts resultiert. Dennoch hängt die Messlatte hoch: Knapp 60 Prozent der Mitarbeiter erwarten von ihrem Mitarbeitergespräch Angebote und Ideen ihres Vorgesetzten, wie sie sich weiterentwickeln können. Weil man sich hierauf jedoch nicht verlassen will , bereiten sich die meisten vor: Jeweils 56 Prozent der Befragten steckt sich vor dem Gespräch Ziele, und bereitet sich argumentativ auf Themen vor, die kritisch beleuchtet werden könnten.

Mitarbeitergespräche als Schlüssel für berufliche Weiterentwicklung
Mitarbeitergespräche als Schlüssel für berufliche Weiterentwicklung
(Bild: von Rundstedt)

Dabei gehen laut Umfrage Frauen eine Spur gründlicher vor als ihre männlichen Kollegen. Das zeigt sich, wenn man die Lupe ansetzt. Bei der Frage, ob eigene Verbesserungsvorschläge ins Gespräch eingebracht werden, stimmen 28 Prozent der Frauen „voll zu“. Bei den Männern sind es nur 18 Prozent. Ebenfalls mit „voll zutreffend“ beantworten 26 Prozent der weiblichen Befragten die Frage, ob sie sich auf mögliche Kritik argumenativ vorbereiten. Auch hier fällt das männliche Geschlecht mit 19 Prozent deutlich ab. Schließlich sind Frauen gründlicher, was die Zielverfolgung angeht: 24 Prozent stimmen „voll zu“, dass sie Ziele und Erwartungen aus dem letzten Gespräch überprüfen und im Gespräch vorbringen, wenn diese nicht erfüllt wurden. Männer haken hier weniger hartnäckig nach (19 Prozent).

Die Ergebnisse im Detail

  • 59,2 Prozent: „Ich erwarte von meinem Vorgesetzten Angebote und Ideen, um mich weiterzuentwickeln“.
  • 55,9 Prozent: „Ich stecke mir Ziele, die ich perspektivisch erreichen will und trage diese im Gespräch vor“.
  • 55,7 Prozent: „Ich überlege mir, welche Leistungen ggf. kritisch beurteilt werden könnten und bereite mich argumentativ darauf vor“.
  • 55,4 Prozent: „Der Austausch über Leistungen und Erwartungen im Rahmen des Mitarbeitergesprächs ist für mich hilfreich und motivierend für meine weitere Arbeit“.
  • 55,3 Prozent: „Ich notiere mir vorab Verbesserungsvorschläge und bringe diese im Gespräch mit ein“.
  • 54,7 Prozent: „Ich prüfe, ob meine Erwartungen und Wünsche aus dem letzten Mitarbeitergespräch erfüllt wurden und bringe dies vor, sollte das nicht der Fall sein“.
  • 49,0 Prozent: „Ich notiere mir Punkte, bei denen ich gute Leistungen erbracht habe und versuche, diese im Gespräch herauszustellen“.
  • 35,8 Prozent: „Ich mache mir im Vorfeld eher weniger Gedanken, sondern warte, wie sich das Gespräch entwickelt und argumentiere dann situativ“.
  • 34,6 Prozent: Ich empfinde das Mitarbeitergespräch eher als einen Alibitermin. Wirkliche Ergebnisse oder Entwicklungsmöglichkeiten haben sich daraus für mich bisher nicht ergeben“.
  • 33,1 Prozent: „Ich versuche, bereits vor dem Gespräch Kontakt mit meinem Vorgesetzten aufzunehmen, um die Situation im Vorfeld vorsichtig zu erkunden und mich besser vorbereiten zu können“.

Talents & Trends ist eine regelmäßig stattfindende Erhebung zu den Themen „Talent“ und „Karriere“. von Rundstedt befragt hierzu gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG rund 1.000 Männer und Frauen. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im November 2017 statt.

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