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Plattformökonomie Gegenentwurf zum Silicon Valley: Silicon Economy gestartet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Projekt „Silicon Economy“, Teil des Fraunhofer IML in Dortmund, soll der Gegenentwurf zum Silicon Valley werden: Eine dezentrale und offene Plattformökonomie in Deutschland und Europa, die Open Source ist und neue Geschäftsmodelle für die Logistik ermöglicht.

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Operativer Start für die Silicon Economy in Dortmund (v.l.): Prof. Michael ten Hompel, (Institutsleiter Fraunhofer IML), Jürgen Dannen (Fachreferent Zuwendungsverfahren bei BAV), Manfred Lemke (Teamleiter Zuwendungsverfahren bei BAV) und Prof. Michael Henke (Institutsleiter Fraunhofer IML).
Operativer Start für die Silicon Economy in Dortmund (v.l.): Prof. Michael ten Hompel, (Institutsleiter Fraunhofer IML), Jürgen Dannen (Fachreferent Zuwendungsverfahren bei BAV), Manfred Lemke (Teamleiter Zuwendungsverfahren bei BAV) und Prof. Michael Henke (Institutsleiter Fraunhofer IML).
(Bild: Fraunhofer IML)

Das Großforschungsprojekt „Silicon Economy Logistics Ecosystem“ startet mit seiner operativen Arbeit: Ab sofort entwickeln Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund unter der Institutsleitung von Prof. Michael ten Hompel und Prof. Michael Henke die Silicon Economy. Mit dem Gegenentwurf zum Silicon Valley will das Fraunhofer IML einer dezentralen und offenen Plattformökonomie in Deutschland und Europa zum Durchbruch verhelfen.

Was ist die Silicon Economy?

Die Silicon Economy ist ein Vorhaben des Fraunhofer IML und wird durch die deutsche Logistikwirtschaft unterstützt. Gemeinsam entwickeln die Partner eine Open-Source-Infrastruktur für eine Plattformökonomie der Zukunft. Auf der Basis des Ökosystems sollen neue Geschäftsmodelle für die Logistik möglich werden. Das Fraunhofer IML entwickelt dafür die Infrastruktur und Basiskomponenten und baut die Plattform auf. Die Silicon Economy ist Open Source. Ziele sind unter anderem:

  • Echtzeitfähige Vernetzung als Basis für neue Geschäftsmodelle
  • Neue Dienstleistungen auf der Basis von KI-Algorithmen, die logistische Prozesse automatisieren
  • Offene digitale Infrastrukturen umsetzen
  • Vernetzung von Infrastrukturen

Das Institut verfügt über eine moderne Ausrüstung. Unter anderen forschen Wissenschaftler am Institut an einem biointelligenten Drohnenschwarm oder den autonomen High-Speed-Fahrzeugen namens „Load Runner“.

Wirtschaftsnahe Forschung

Im Fokus des Instituts steht der Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: Neue Entwicklungen sollen möglichst schnell bei Unternehmen ankommen. Für die Silicon Economy gilt das Prinzip: Keine Entwicklung ohne Anwendung.

Institutsleiter Ten Hompel sagt: „Wir laden alle interessierten Unternehmen ein, ihre konkreten Bedarfe in unsere Arbeit einzubringen. In Zusammenarbeit mit der Industrie werden wir die Weichen für eine offene und dezentrale Plattformökonomie stellen, die jedem Unternehmen – gleich welcher Größe – den Zugang zu den Geschäftsmodellen der Zukunft ermöglicht.“

Das Projekt „Silicon Economy“ wird durch das Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 25 Millionen Euro gefördert. Für die ersten Entwicklungsprojekte hat das Institut namhafte Unternehmen als Partner gewonnen.

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