Anschlusstechnik

Hybridfahrzeuge verkabeln — aber richtig!

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Hochflexible Kabel lassen sich auch in engen Bauräumen verlegen

Die HV-Hybridleitung von Leoni mit Schirmgeflecht und feinen Litzen für hohe Flexibilität sind orange eingefärbt (Archiv: Vogel Business Media)

Des Weiteren ist oftmals ein hochflexibler Kabelaufbau notwendig, um sehr kleine Biegeradien realisieren zu können. Nur so ist es möglich, die Leitungen in teilweise sehr engen Bauräumen problemlos zu verlegen. Da jedoch meist kundenspezifische Normen zugrunde liegen, ist eine Standardisierung bisher nur bedingt realisierbar.

Die genaue Kenntnis des Gesamtsystems zusammen mit einer zielführenden Spezifikation der Anforderungen an die HV-Kabel sind Grundvoraussetzung für eine optimierte Leitungslösung.

Schrauben oder Stecken — das ist hier die Frage

Zum Anschluss der Leitungen an die jeweiligen Komponenten gibt es insbesondere die Möglichkeiten der Verschraubung oder des Steckens.

Beispiel für Kabelverschraubung mit Schirmkörper und Dichtung (Archiv: Vogel Business Media)

Ein Schraubsystem lässt sich schneller kundenspezifisch anpassen als ein Steckverbindersystem, und es kann kompakter konstruiert werden. Andererseits gilt der Prozessschritt des Schraubens in der Endmontage als nicht sicher kontrollierbar. Die Entscheidung „Stecken oder Schrauben“ ist stark abhängig von vielen Parametern des Systems, wie z.B. von der Montagefolge und von der Sicherheitsstrategie.

Beim Kontaktsystem sind geschlossene Schirmungen gefragt

Zusätzlich zu konventionellen Hochstromverbindungen muss der Verbinder in einem elektrischen oder Hybridfahrzeug eine geschlossene Schirmung aufweisen und dabei die für hohe Spannungen erforderlichen Luft- und Kriechstrecken einhalten. Ein Steckverbinder muss „sicher“ abgezogen werden können, daher weist er in der Regel einen Pilotkontakt auf, der beim Trennen des Steckverbinders als erster unterbrochen wird und Strom und Spannung abschaltet.

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