Anschlusstechnik

Hybridfahrzeuge verkabeln — aber richtig!

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Erforderliche Luft- und Kriechstrecken können zu großen Abmessungen führen (Archiv: Vogel Business Media)

Ein Gesamtschirm, insbesondere im Sinne einer gemeinsamen Übergabe am Steckverbinder, bringt Vorteile bei Kosten und Bauraum. Er kann entweder als extrudierter Schirm einer Mantelleitung verwendet werden. Oder es kommt ein Schirmgeflecht zum Einsatz, das nachträglich über die Einzelleitungen gezogen wird.

Mögliche Leitungs-Schirmvarianten (von oben nach unten): einzelgeschirmt, mehradrig geschirmt und Gesamtschirm (Archiv: Vogel Business Media)

Etliche weitere Anforderungen, insbesondere an die zu übertragenden Stromwerte und den Bauraum an der anzuschließenden Komponente führen zu vielen Variationen der in Entwicklung befindlichen Steckverbinder – bis zur Standardisierung ist es noch ein weiter Weg. Umso wichtiger ist es auch hier, die Standards in Bezug auf das System zu setzen.

Sicherheitskonzept als wesentlicher Einflussfaktor

Das Sicherheitskonzept hat einen großen Einfluss auf die Möglichkeiten für die Anschlusstechnik. Ein Stecker, der für jeden, der die Motorhaube öffnet, frei zugänglich ist, muss so ausgelegt sein, dass auch im Falle einer nicht autorisierten Betätigung keine Gefahr besteht. Dagegen braucht ein Stecker oder eine Verbindung, die hinter fünf Schrauben und drei Warnschildern fest verbaut in einem „Hybridmodul“ liegt, weniger gegen Fehlbedienung geschützt sein. An dieser Stelle liegt sicherlich großes Potenzial für die Optimierung der Hybridanschlusstechnik.

Die Verteilerkomponenten – weniger ist mehr

Stromverteilerkomponenten für Hybridfahrzeuge sind besonders aufwändig, insbesondere wenn Stecklösungen verwendet werden sollen. Erstes Ziel sollte daher die Vermeidung solcher Komponenten sein, denn die Funktionalität der Verteilung kann effektiver in den Hauptkomponenten (Batterie, Leistungselektronik) erfüllt werden. In der derzeitigen Entwicklungsphase von elektrischen und Hybridfahrzeugen sind Verteilerboxen oft unvermeidlich, da die verfügbaren Batterie oder Leistungselektronikkomponenten nicht alle erforderlichen Anschlüsse und Funktionen aufweisen. Ein weiterer Grund für Verteilerboxen kann Montage oder Verlegung des HV-Leitungssatzes sein.

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